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Wohnhaus (2. Hälfte des 19. Jh.)

Фото 1
Das zweigeschossige Haus, im „russischen Stil“ erbaut, ist von den Gebäuden des Komplexes der Hochschule für Druck und Medienindustrie der Moskauer Polytechnischen Universität umgeben und ist das älteste Bauwerk in dieser Gegend. Es befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Dorfes Petrowskie Wyselki, wohin nach 1861 Bauern aus Petrowsko-Rasumowsko im Zusammenhang mit der Gründung einer landwirtschaftlichen Bildungseinrichtung umgesiedelt wurden. Im Laufe der Zeit entstanden entlang der Straße nach Niedernichobory Bauernhäuser und Sommerhäuser, die den Anfang der Michalkowskaja-Straße bildeten. Genau in diesem „Datschen“-Teil des Dorfes, wo Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Dichter W.Ja. Brjussow und W.W. Majakowski lebten, befindet sich das uns interessierende Gebäude. Heute trennt es ein massives Gebäude des ehemaligen Wohnheims des Mosrybvtusa, das 1938 erbaut wurde und jetzt der Polytechnischen Universität gehört, von der Michalkowskaja-Straße.

Wer der Auftraggeber und der Autor des Bauwerks war, ist unbekannt. In den Listen der Denkmäler, die für den staatlichen Schutz vorgeschlagen wurden, war das Gebäude als „Boga-delnja, 1890“ verzeichnet. Nach einer staatlichen historisch-kulturellen Expertise wurde es jedoch 2014 als identifiziertes Objekt des kulturellen Erbes unter dem Namen „Wohnhaus, zweite Hälfte des 19. Jh.“ anerkannt. Der genaue Verwendungszweck des Gebäudes ist nicht festgelegt, aber es ist bekannt, dass es als Wohnraum genutzt wurde.

Lokale Heimatforscher behaupten, dass das Haus zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Kaufleuten Krasiltschikow gehörte und zur Miete für eine lokale Schule angeboten wurde. Es gibt auch eine Version über die Verbindung des Gebäudes mit dem nahegelegenen Kasansko-Golowinski-Kloster, was auf seinen architektonischen Stil hinweist. In den historischen Beschreibungen des Klosters gibt es jedoch keine Bestätigung dafür.

Die architektonischen Besonderheiten des Gebäudes ermöglichten es, es in die Liste der identifizierten Objekte des kulturellen Erbes aufzunehmen. Die volumetrisch-räumliche Struktur des rechteckigen Bauwerks hat sich im 20. Jahrhundert praktisch nicht verändert. Die dekorative Gestaltung der Fassaden mit bogenförmigen Fensterabschlüssen, Gesimsen und „Läufern“ an den Gesimsen sowie charakteristischen „Kübelchen“ an den Halbsäulen ist gut erhalten. Hier sind auch Sandriken mit Schlussstein zu sehen. Der größere Bogen auf der rechten Seite der Hauptfassade könnte die Tore eines „altrussischen Hofes“ symbolisieren. Die Ecken der Fassaden sind durch Bündel von Halbsäulen hervorgehoben, was an Techniken des 17. Jahrhunderts erinnert.

Das Gebäude stellt einen erheblichen architektonischen Wert nicht nur für sein Viertel dar, wo alte Häuser eine Seltenheit sind, sondern auch für ganz Moskau.

Geo-Punkt

Жилой дом (2-я половина XIX в.)

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