Ursprünglich war das Grundstück für andere Zwecke vorgesehen. Das Gebäude, das sich im Viertel der Straßen 31. August, Bănulescu-Bodoni, Bukarest und Puschkin befindet, wurde für die Geistlichen der Kathedrale erbaut. Einige Zeit gehörten die Gebäude G. Chrisostratou, dem Beauftragten für Klosterangelegenheiten, bevor sie an den Protopresbyter Purischevich übergingen. Nach dem Verkauf gelangte das Grundstück in den Besitz der Fürstin N. Dadiani, die beschloss, dort die zweite Mädchenschule zu eröffnen. Der damalige Stadtarchitekt war Alexander Bernardazzi, der das Projekt entwarf und die Bauleitung übernahm, die 1900 abgeschlossen wurde.
Das T-förmige zweigeschossige Gebäude mit Flur-Layout hat einen zentralen Risalit am Eingang. Das Dach ist mit Ziegeln gedeckt und mit einem Türmchen geschmückt. Die Fenster sind in Form von halbrunden Bögen gestaltet. Eine prächtige Marmortreppe schmückt die Halle des Vestibüls und führt in den zweiten Stock. Für die Mauern des Erdgeschosses wurde lokaler Kalkstein verwendet, der wie rustikales Holz bearbeitet ist. Die Wände des zweiten Stocks aus zweifarbigem Ziegel harmonieren mit terrakottafarbenen Verzierungen.
Bis 1945 diente das Gebäude als Bildungseinrichtung, und von 1950 bis 1952 befand sich dort das Büro des ersten Sekretärs des ZK der KP(b) Moldawiens L.I. Breschnew. Heute beherbergt dieses Gebäude das Nationale Kunstmuseum der Republik Moldau.
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