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Parlamentsgebäude Serbiens in Belgrad

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Nach dem Beginn des Bürgerkriegs in Russland verließen viele Architekten das Land und setzten ihre Tätigkeit im Ausland fort. Sie beschäftigten sich hauptsächlich mit der Planung orthodoxer Kirchen, die man noch heute in Brüssel, Prag, Paris und New York sehen kann. Ihre Arbeit beschränkte sich jedoch nicht nur auf Tempel. Zum Beispiel baute der Architekt Nikolai Krasnow in Belgrad mehrere Regierungsgebäude, darunter das auffälligste, das Gebäude der Nationalversammlung Serbiens.

Vor der Revolution war Nikolai Krasnow Architekt von Nikolaus II. und entwarf für den Kaiser den Livadienpalast in Jalta. Nach den tragischen Ereignissen, die mit der Erschießung der kaiserlichen Familie verbunden waren, konnte er nicht in Russland bleiben und ging zunächst nach Konstantinopel, dann nach Malta, und ließ sich 1922 in Belgrad nieder. Dort begann er im Ministerium für Bauwesen zu arbeiten und entwarf mehrere wichtige Gebäude für die Stadt, darunter das Parlament, das Finanzministerium (heute die Regierung Serbiens), das Ministerium für Wald und Bergbau (heute das Außenministerium) und das Staatsarchiv.

Vor Krasnows Ankunft arbeiteten drei Architekten an dem Projekt des Parlamentsgebäudes, aber in 20 Jahren konnten sie nicht über das Erdgeschoss hinauskommen. Krasnow vollendete den Bau in zwei Jahren, entwarf das Innere und gestaltete den Park neben der Versammlung. Die Hauptskulptur in diesem Park wurde von einem anderen russischen Emigranten, Roman Werkowskij, geschaffen.

Das Gebäude der Nationalversammlung ist im Stil des Neobarock gehalten. Über ihm erhebt sich eine hellgrüne Kuppel, und an den Seiten befinden sich zwei kleinere Kuppeln. Der Haupteingang ist als Portikus mit Säulen gestaltet. Die Innenwände sind mit Stuck und Fresken verziert, die Böden und Treppen sind aus weißem Marmor, und in den Nischen neben den Treppen stehen bronzene Statuen, die Bildung und Gerechtigkeit symbolisieren.

Geo-Punkt

Здание парламента Сербии в Белграде

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