In Egorjewsk, Oblast Moskau, befindet sich das Gebäude der Egorjewsker mechanisch-elektrischen Schule, benannt nach dem Zarewitsch Alexei, das 1913 erbaut wurde. Im Herbst 1907 wurde ein großer Baukörper dieser Bildungseinrichtung errichtet. Bei seinem Bau wurden zu jener Zeit fortschrittliche technische Lösungen angewendet, wie ein Dach auf schwimmenden Stützen und kalorifische Heizung. Das Gebäude ist im eklektischen Stil mit Elementen des Jugendstils und der Gotik gestaltet. Die Außenwände sind mit grauen Fliesen verkleidet, und an der Giebelseite des Gebäudes befindet sich die Inschrift: „Für die Heimat Egorjewsk, Bardygins 1857-1907“. Gleichzeitig mit der Schule wurden Häuser für Lehrer und ein Studentenwohnheim gebaut. Gegenüber, auf dem Gelände eines ehemaligen Sumpfes, wurde ein Garten mit einem Teich angelegt. Die Straße, an der diese Gebäude entstanden, erhielt den Namen Bardyginsker Straße.
Michail Nikiforowitsch Bardygin wurde am 20. Oktober 1864 in Egorjewsk geboren und war der zweite Sohn des Stadtoberhauptes, des bekannten Fabrikanten und Mäzens Nikifor Michailowitsch Bardygin. Seine Mutter, Jewdokija Theofilaktowna, starb 1871, einen Tag nach dem Tod des älteren Sohnes Porfirij, am 26. Juli.
1883 trat Michail in das Geschäft seines Vaters ein, nachdem er zuvor Westeuropa besucht hatte, um die industriellen Errungenschaften zu studieren. Unter der Anleitung seines Vaters erlernte er schnell alle Feinheiten der Produktion.
Bald heiratete Michail Glafira Wassiljewna Postnikowa, die am 4. März 1867 geboren wurde.
Seit 1897 war Michail Kurator der Egorjewsker männlichen Progymnasiums.
Nach dem Tod von Nikifor Michailowitsch im Jahr 1901 setzte Michail, der das Geschäft seines Vaters erbte, dessen gute Vorhaben fort.
Im Jahr 1903 schloss Michail die Arbeiten zur Erweiterung der Dreifaltigkeitskirche ab, in der sein Vater und seine Angehörigen beigesetzt wurden. Dank seiner Bemühungen wurden an den Glockenturm der Kirche Turmuhr mit Glockenschlag installiert, und seine Frau Glafira Wassiljewna schenkte der Kirche fünf Glocken.
Im Jahr 1906 sandte Michail Nikiforowitsch einen Brief an die Stadtverordnetenversammlung, in dem er seine Bereitschaft erklärte, den Bau einer Bildungseinrichtung mit technischem Profil vollständig zu finanzieren.
Im Jahr 1909 eröffnete Michail Nikiforowitsch in der Weberei eine öffentliche Bibliothek mit einem Lesesaal, und ein Jahr später wurde in der Bibliothek eine museale Abteilung eingerichtet.
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