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Ehemaliges Gebäude der Adelsversammlung

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Das Gebäude, in dem früher die Adelsversammlung untergebracht war, wurde 1837 für den Empfang des Thronfolgers, des zukünftigen Kaisers Alexander II., erbaut. Es befand sich an der nordöstlichen Ecke der Kreuzung der heute als Karl-Marx-Straße und Internationale bekannte Straßen. Über das äußere Erscheinungsbild und das Innere des Holzgebäudes sind keine Informationen erhalten geblieben. Bis Ende der 1880er Jahre war es baufällig geworden, und es wurde beschlossen, ein neues Gebäude zu errichten, das dem Status der Adelsversammlung entsprach. 1892 genehmigte der Gouverneur von Tambow den Plan für das neue Gebäude, dessen Mittel von den Adligen entsprechend ihren Besitztümern gesammelt wurden.

Das Projekt wurde von dem jüngeren Architekten F.A. Swirczewski entworfen, der wahrscheinlich einen Standardentwurf verwendete, da zu dieser Zeit in verschiedenen Städten ähnliche Gebäude errichtet wurden. Die Tambower Symbolik fand in dekorativen Elementen ihren Ausdruck, wie zum Beispiel in den Wappen der Kreistädte an den Säulen des Haupteingangs. Der Bau wurde 1897 abgeschlossen. Das Gebäude hatte drei Fassadenseiten, wobei die zentrale als Haupteingang mit eleganten Bogenöffnungen und einem Balkon mit filigrädem Geländer diente.

Das Herrenhaus wurde im Stil der nord-europäischen Renaissance errichtet, reich an dekorativen Elementen. Auch die Innenräume waren in diesem Stil gestaltet. Bis heute sind einige Elemente erhalten geblieben, wie die repräsentative Treppe mit schmiedeeisernen Geländern, die mit dem Wappen der Tambower Provinz verziert sind, und ein großer Spiegel auf der Treppe.

In den ersten Jahren wurden in dem Gebäude öffentliche Veranstaltungen diskutiert, und hier formierte sich die Meinung des Tambower Adels zu politischen und wirtschaftlichen Fragen. 1897 wurde hier zum ersten Mal in Tambow das Cinematograph von Lumière vorgeführt. 1912 wurde im südlichen Flügel eines der ersten "Elektrotheater" mit dem Namen "Kolosseum" eröffnet, das bald für das gesamte Gebäude prägend wurde. Auf der Bühne traten bekannte Künstler wie F.I. Schalyapin und der Pianist J.A. Ziloti auf.

Von August 1920 bis zum Sommer 1921 fand in der Tambower Provinz ein Bauernaufstand statt, bekannt als "Antonowtschina". In dieser Zeit war Tambow von Einheiten der Roten Armee unter dem Kommando von M.K. Tuchatschewski befestigt. In dem Gebäude, das in "Arbeiterpalast" umbenannt wurde, befand sich ein Posten von Rotarmisten, und es wurden Waffen und Munition gelagert. Hier verkehrten viele Parteiführer, wie L. Trotzki und M. Kalinin. Bis 1929 blieb der Zuschauerraum der größte in Tambow, und Ende der 1920er Jahre wurde das Gebäude als Theater genutzt. 1937 wurde hier offiziell das Tambower Oblastdramatische Theater benannt nach A.V. Lunatscharskij eingerichtet, das bis heute in diesem Gebäude ansässig ist.

Geo-Punkt

Здание бывшего Дворянского собрания

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