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Eugeni Ivanowitsch Samjatin

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Eugeni Ivanowitsch Samjatin, bekannter russischer Schriftsteller, erlangte vor allem durch seinen Roman "Wir" Berühmtheit. Dieses Werk gilt als die erste Dystopie in der russischen Literatur, die sich gegen das totalitäre Regime richtet, und wurde als Kritik an dem sowjetischen Staat wahrgenommen. Samjatin veröffentlichte das Buch nicht nur unter seinem Namen, sondern veranstaltete auch öffentliche Lesungen. Im August 1922 wurde er von den Bolschewiki verhaftet, die ihn beschuldigten, ein "versteckter, leidenschaftlicher Weißgardist" zu sein. Interessanterweise wurde Samjatin zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrfach ins Exil geschickt wegen seiner bolschewistischen Ansichten und seiner Kritik am Zarenregime. So war der Charakter von Eugeni Ivanowitsch. In einem seiner Briefe an Stalin gestand er, dass er sich nicht anpassen kann und immer die Wahrheit sagt. Er mochte es, den Weg des größten Widerstands zu gehen und Experimente durchzuführen, besonders an sich selbst.

Eugeni Ivanowitsch wurde 1884 in der Provinz Tambow geboren. Sein Vater war Priester und seine Mutter Pianistin. Bücher wurden seine besten Freunde, und das Lernen fiel ihm leicht, mit Auszeichnung. Trotz seiner offensichtlichen Neigung zur Philologie schrieb er sich 1902 aus Sturheit an der Schiffsbautechnischen Fakultät der Petersburger Polytechnischen Hochschule ein. Der erlernte Beruf ermöglichte es ihm, viel durch Russland zu reisen und sogar nach England zu gehen, um Eisbrecher zu bauen. Literarisches Schaffen war immer seine wahre Berufung.

Im Oktober 1931 verließ Samjatin Russland. Er lebte kurz in Deutschland und zog dann nach Paris, wo er sich in einer neuen Rolle versuchte, indem er ein Drehbuch für den Film von Jean Renoir nach dem Stück "Am Grund" schrieb. Trotz des äußeren Wohlstands blieb Samjatin unzufrieden, da er sich nicht an das westliche Leben gewöhnen konnte. Am 10. März 1937 wurde er tot in seiner Wohnung in der Rue Raffé gefunden. Offizielle Todesursache: Herzinfarkt.

Die vollständige Sammlung seiner Werke wurde erst 1988 veröffentlicht.

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