Vor 765 Jahren, am 1. September 1255, wurde die Festung Königsberg gegründet.
An diesem Tag legten deutsche Ritter des Deutschen Ordens und der König von Böhmen, Přemysl Otakar, die Festung Königsberg an dem Ort, wo der Pregel in die Ostsee mündet. Im Laufe der Zeit entstand hier eine Stadt, die über sieben Jahrhunderte diesen Namen trug.
Nach den Ergebnissen der Potsdamer Konferenz, die im Sommer 1945 stattfand, wurde Königsberg mit dem angrenzenden Gebiet (etwa ein Drittel des ehemaligen Ostpreußens) an die UdSSR übertragen. Am 4. Juli 1946, nach dem Tod von Michail Kalinin, wurde die Stadt zu seinen Ehren in Kaliningrad umbenannt. Nach dem Krieg begann die Arbeit zur Anpassung der deutschen Bevölkerung an die neue Macht: Es wurde eine Zeitung in deutscher Sprache herausgegeben, und es wurden Schulen mit deutschem Unterricht eröffnet. Doch bald wurde die Entscheidung zur Deportation der Deutschen nach Deutschland getroffen, und an ihrer Stelle siedelten sowjetische Bürger. Die Stadt wurde schnell besiedelt, und die Produktion wurde wiederhergestellt.
Aufgrund der strategischen Lage hatte Kaliningrad einen halbgeschlossenen Status. Die Behörden ignorierten das deutsche kulturelle Erbe: Die Altstadt wurde nicht wiederhergestellt, und die Ruinen der Königsberger Festung wurden Ende der 1960er Jahre abgerissen, trotz Protesten von Architekten, Historikern und Heimatforschern.
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