Wir bewundern oft die Sehenswürdigkeiten von Paris und anderen Städten, ohne darüber nachzudenken, wie reich unser Land an ebenso schönen Gebäuden ist. Einer dieser Orte, der Tempel der Wladimir-Ikone der Gottesmutter, befindet sich im wenig bekannten Dorf Balovnevo, das erstmals 1626 erwähnt wurde. Der Name des Dorfes ist mit dem Namen seines ersten Besitzers verbunden, an den sich jedoch kaum noch jemand erinnert. Das Wichtigste ist, dass bis heute der prächtige Tempel erhalten geblieben ist, der an jene fernen Zeiten erinnert.
Nach der Gründung ging das Dorf in den Besitz von Demid Lavrovich Muromtsev über, und bald entstand dort die erste Kirche, die Nikolai-Kirche. Im Laufe der Zeit wurde das Holzgebäude baufällig, und es wurde beschlossen, einen steinernen Tempel zu Ehren der Wladimir-Ikone der Gottesmutter zu errichten. Der Hauptinitiator des Bauprojekts war der Kapitän Vasily Muromtsev, der Besitzer des Dorfes. Doch der erste steinerne Tempel wurde in einer Senke errichtet, wo der instabile Boden seine Zerstörung bedrohte. Daraufhin beschloss Vasily's Sohn, General Matvey Vasilyevich Muromtsev, einen neuen Tempel auf einer Anhöhe zu bauen, wobei er Materialien des vorherigen Gebäudes verwendete, und erhielt im Oktober 1789 die Genehmigung dafür.
Der neue Tempel hat zwei Seitenkapellen, die Nikolai- und die Iljinski-Kapelle. Bei seinem Bau wurde ein Vorbild aus der Alexanderski-Lawra genommen. Obwohl die Kirche im klassischen Stil ausgeführt ist, erinnert sie an die katholischen Kirchen Westeuropas. Sie hat keinen Altarraum, und das Speisehaus ist in der Größe nicht geringer als der Hauptteil. All dies macht den Tempel zu einem wertvollen Denkmal der russischen Kirchenarchitektur. Die vollständige Ausgestaltung und Malerei wurden unter Matvey Matveevich Muromtsev abgeschlossen.
Nach der Revolution war das Schicksal des Tempels ähnlich dem von Tausenden anderen Kirchengebäuden. In den Jahren der Sowjetmacht wurde er geplündert, geschlossen und als Getreidespeicher und Viehstall genutzt. Die Wiederherstellung des Tempels geschah erst in unserer Zeit, und jetzt beeindruckt er wieder mit seiner Schönheit.
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