Der Flügel ist Teil des städtischen Anwesens aus dem 17. und 19. Jahrhundert, das als Objekt des kulturellen Erbes von föderaler Bedeutung anerkannt ist.
Das Anwesen an der Kreuzung der Armenischen und der Zwirchkov-Gassen hat eine reiche Geschichte, sowohl in Bezug auf die Eigentümer als auch auf den Bau. Die Paläste aus dem 17. Jahrhundert, die möglicherweise dem Boyaren Miloslavsky gehörten, bildeten die Grundlage für das Herrenhaus, das dann mehrfach umgebaut wurde. Ab 1790, als das Anwesen an die Fürsten Gagarin überging, widmete sich der bekannte Architekt M.F. Kazakov seiner Umgestaltung im Geiste des Moskauer Klassizismus. Er schuf eine klassische Komposition mit dem Hauptgebäude im hinteren Teil des Grundstücks und symmetrischen Flügeln, die an die Linie der Armenischen Gasse gerückt wurden.
Später gehörte das Anwesen den Tjutschews, und hier lebte der Dichter Fjodor Tjutschew. In der Folge wurde das Gebäude für verschiedene soziale Einrichtungen genutzt, von der Gorichwostowskaja Wohltätigkeitsanstalt bis zum sowjetischen "Haus für soziale Sicherheit nach Nekrasow" der 1920er Jahre, das Ilf und Petrow in ihrem Roman "12 Stühle" als "2. Haus des Starsobesa" beschrieben. Dennoch blieb die gesamte Komposition des Anwesens unverändert, und heute sieht es so aus, wie es M.F. Kazakov entworfen hat.
Der Südflügel, der zur Armenischen Gasse zeigt, unterscheidet sich vom Nordflügel dadurch, dass er mit dem Hauptgebäude des Anwesens verbunden ist. Hinter ihm befindet sich ein schmaler Innenhof, der durch die umgebenden Gebäude vom Ehrenhof isoliert ist. Der Südflügel steht von der Grundstücksgrenze zurück und lässt Raum zwischen ihm und dem benachbarten Gebäude.
Von der Armenischen Gasse aus ist der Südflügel, wie der Nordflügel, ein einstöckiges Gebäude mit fünf Fensterachsen. Die Mitte der Fassade, die zur Gasse zeigt, wird durch einen kleinen Risalit hervorgehoben. Ein charakteristisches Merkmal der Architektur des 18. Jahrhunderts, die dem frühen russischen Klassizismus zuzuordnen ist, sind die vertikalen Nischen für Fenster. Diese sind sowohl an der Fassade als auch an den Wänden, die zum Anwesenhof zeigen, sichtbar. Die Fassaden des Gebäudes, das den Südflügel mit dem Hauptgebäude verbindet und rechtwinklig zur Gasse steht, sind ähnlich gestaltet. Der Unterschied in der Anzahl der Fensterachsen im Vergleich zum "symmetrischen" Nordflügel (5 und 7) könnte darauf hindeuten, dass M.F. Kazakov in den 1790er Jahren bereits bestehende Gebäude nach klassischem Kanon umbaute.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.