Einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des wissenschaftlichen Potenzials der USA leisteten nicht nur die russischen Emigranten der ersten Welle, sondern auch deren Nachkommen. Insbesondere trugen die Kinder unserer Landsleute zur Entwicklung der IT-Branche bei. Einer der Gründer der amerikanischen Kybernetik war Viktor Alexandrowitsch Wysotski, der als Programmierer bei Bell Labs arbeitete. Mit 26 Jahren machte er erstmals auf sich aufmerksam, als er den Auftrag erhielt, ein einfaches und effektives Betriebssystem für die internen Bedürfnisse des Unternehmens zu entwickeln. Auch die Aufgabe, den Lade- und Ausführungsprozess einer großen Anzahl von Programmen auf den Computern zu beschleunigen, wurde gestellt. Infolgedessen schuf Wysotski das Betriebssystem BESYS (Bell Operating System), das alle Erwartungen übertraf. Später dachte die Unternehmensleitung über die Entwicklung von Betriebssystemen für kommerzielle Zwecke nach.
Auf der Grundlage von BESYS entwickelte Viktor Alexandrowitsch zusammen mit Kollegen das System Multics. Dieses System interessierte die Firma Honeywell, die elektronische Steuerungs- und Automatisierungssysteme für die Luft- und Raumfahrt herstellt. Honeywell erwarb die Rechte an Multics und installierte es bis 1985 mehr als eine Million Mal in universitären, industriellen, staatlichen und militärischen Rechenzentren. Der letzte Computer mit Multics wurde am 31. Oktober 2000 im Verteidigungsministerium Kanadas abgeschaltet, während Windows bereits die Welt eroberte.
Darüber hinaus schuf Wysotski das Computerspiel Core War, in dem zwei Programme gegeneinander kämpften. Ziel jedes Programms war es, den Gegner schnell zu vernichten. Dieses Spiel brachte jedoch mehr Schaden als Nutzen, da seine Prinzipien und Quellcodes die Schöpfer von Computerviren inspirierten. Viktor Wysotski arbeitete bis zur Pensionierung bei Bell Labs und verstarb am 24. Dezember 2012.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.