Die alte Stadt Wyborg stand seit jeher unter starkem kulturellen Einfluss Deutschlands, der auch nach dem Eintritt dieser Gebiete in das Russische Kaiserreich anhielt und bis zur Gründung des unabhängigen Finnlands bestand. Unter den architektonischen Denkmälern, die mit der deutschen Diaspora verbunden sind und in der Zeit des Russischen Kaiserreichs errichtet wurden, sind bis heute viele Meisterwerke erhalten geblieben. Eines davon ist das vierstöckige Haus des Kaufmanns Buttenhoff, das 1898 erbaut wurde.
Das Herrenhaus, das im Stil der Neorenaissance gestaltet ist, wurde von dem herausragenden finnisch-schwedischen Architekten Johan Blomqvist entworfen. Dieses Gebäude wurde das größte in seinem Viertel und hob sich von der restlichen Bebauung ab.
Zu diesem Zeitpunkt war die Kaufmannsfamilie Buttenhoff weit über die Grenzen von Wyborg bekannt. Emil Buttenhoff, der Eigentümer des Hauses, scheute keine Kosten, um das Herrenhaus zu schmücken, indem er verschiedene architektonische Elemente verwendete. Das Ergebnis war ein prächtiges Gebäude mit luxuriöser Ausstattung. Drei Etagen wurden vermietet, und im Erdgeschoss befand sich das größte Weinlager der Stadt, das der Familie der Kaufleute gehörte.
Die Familie des Hausbesitzers bewohnte eine der Wohnungen in den oberen Etagen und lebte dort bis zu den Umwälzungen des 20. Jahrhunderts. Leider gingen nach dem Übergang der Stadt unter sowjetische Verwaltung im Jahr 1944 einige Teile der reich dekorierten Wände verloren. Im Herrenhaus wurde eine zerstörerische Umgestaltung vorgenommen, aber sein äußerer historischer Anblick ist bis heute weitgehend erhalten geblieben.
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