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Nikita Wsewolodowitsch Wsewolowski

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Nikita Wsewolodowitsch Wsewolowski (1799, 1862) war Übersetzer, Sänger, Theatermacher und Gründer der Gesellschaft „Grüne Lampe“, zu der bekannte Persönlichkeiten wie S.P. Trubezkoy, F.N. Glinka, A.A. Delwig, J. Tolstoi, D. Dolgorukow, N.I. Gneditsch und A.S. Puschkin gehörten. Der Name der Gesellschaft bezieht sich auf den grünen Lampenschirm im Raum, in dem die Sitzungen stattfanden, und symbolisiert „Licht und Hoffnung“. Die Treffen fanden von Frühjahr 1819 bis Herbst 1820 in der Wohnung Wsewolowskys statt. Bei den Versammlungen wurde das gesellschaftlich-politische Leben Russlands diskutiert, neue Gedichte vorgelesen und hitzig über Theaterpremieren gestritten. Alexander Puschkin nahm ebenfalls aktiv am Clubleben teil, dank Wsewolowski. Puschkin plante sogar, das „Haus der Wsewolowskys“ in seinem unvollendeten Werk „Russischer Pelam“ zu erwähnen, in dem er alle Aspekte der russischen Gesellschaft reflektieren wollte, vom dekabristischen Bund des Wohlergehens bis zu den Verstecken der Räuber.

Freundschaftliche Treffen wurden von der Lesung literarischer und theaterbezogener Werke mit politischem Unterton sowie fröhlichen Festessen begleitet. Diese Treffen inspirierten Puschkin zur Schaffung der Botschaft „An Wsewolowski“ im Jahr 1819. Später, aus dem Exil in Michailowskoje, schrieb Puschkin an Wsewolowski: „Ich kann nicht glauben, dass du mich vergessen hast, lieber Wsewolowski. Du erinnerst dich an Puschkin, mit dem du so viele fröhliche Stunden verbracht hast. Puschkin, der nicht immer deinen Samstagen treu war, aber dein unerschütterlicher Gefährte im Theater, dein Komplize in deinen Streichen.“ Interessanterweise verlor Puschkin gegen Wsewolowski beim Kartenspiel ein Heft seiner Gedichte, das als Schulden für 1000 Rubel übergeben wurde. Wsewolowski wollte das Manuskript lange Zeit nicht an einen anderen Verleger übergeben und beeilte sich nicht, es selbst zu veröffentlichen. Schließlich kaufte Alexander Sergejewitsch das Manuskript zurück, aber es ging verloren und wurde erst 1933 in Belgrad gefunden. Heute wird es im Puschkin-Haus in St. Petersburg aufbewahrt.

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