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Wolynzewa Maria Nikolajewna

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In der Emigrantenumgebung bildete sich eine ganze Gruppe herausragender russischer Dichter, unter denen die talentierte Dichterin Maria Vega, deren bürgerlicher Name Wolynzewa Maria Nikolajewna war, herausstach. Sie blieb besonders durch ihren extravaganten Romanze „Institutka“ in Erinnerung.

Diese Romanze erklang praktisch in allen Pariser Kabaretts und wurde dann, den Eisernen Vorhang überwindend, auch in der UdSSR bekannt, wo sie von so berühmten Künstlern wie Arkadi Sewerny und Michail Gulko gesungen wurde. Heutzutage wird sie von Alena Apina, Laima Vaikule, Tatjana Tuschinskaja und anderen interpretiert.

Heute möchte ich auch über andere Aspekte des Lebens dieser talentierten Dichterin berichten.

Maria Nikolajewna Wolynzewa, bekannt als Maria Vega, wurde 1898 in eine wohlhabende Familie geboren und war die Taufpatin der berühmten Schauspielerin Maria Gavrilowna Sawina. Sie schloss das Pawlowsk Fraueninstitut ab, musste jedoch nach der Revolution nach Paris emigrieren, wo sie weiterhin Gedichte schrieb und bekannte Dichter wie Rilke übersetzte.

1924 nahm Maria im Alter von 26 Jahren an einem Kunstwettbewerb bei den Olympischen Spielen in Paris teil, versteckte ihren Nachnamen und stellte sich als Prinzessin Maria Nizharadze vor. Ihr erstes Gedichtbuch „Wermut“ erschien 1933, fünf Jahre später folgte der Band „Dur in Moll“, und der dritte und letzte Emigrantenband „Lilith“ wurde 1955 veröffentlicht.

Dank ihrer Gedichte wurde Maria Vega in den Kreisen der russischen Emigration weithin bekannt, und ihr Name wird in den Erinnerungen vieler herausragender Kulturpersönlichkeiten im Ausland erwähnt. Obwohl einige sie nach dem Romanze „Institutka“ etwas missverstanden, schrieb sie viele geistliche Gedichte, wie „Betet für mich, Heilige“, das in unserer Zeit vertont und als Lied gesungen wird.

1962 kehrte Maria unerwartet in die UdSSR zurück, was unter der russischen Emigration Verwunderung und Empörung auslöste. In der UdSSR veröffentlichte sie noch mehrere Bücher mit ihren Gedichten. Maria Nikolajewna starb 1980 im Alter von 81 Jahren und wurde auf ihrer Heimatstadt St. Petersburg beigesetzt.

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