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Wologdin Valentin Petrowitsch

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Ingenieur Valentin Petrowitsch Wologdin hat in seinem Leben über hundert verschiedene Erfindungen geschaffen. Er gestand, dass ihn seit seiner Jugend Alexander Popow inspiriert hat: "Die Informationen über Popows Arbeiten haben meine Vorstellungskraft beeindruckt, insbesondere da Popow mein Landsmann, ein Uraler, war, und das hat meine weitere technische Karriere bestimmt." 1907 schloss Wologdin das Petersburger Technologische Institut ab und begann dann bei der Fabrik "Glebow und Co." zu arbeiten, die sich auf die Herstellung von elektromechanischen Geräten spezialisierte und mit der Marine zusammenarbeitete.

Zu dieser Zeit war die Funkkommunikation das einzige Mittel der drahtlosen Kommunikation in der russischen Marine. Allerdings wurden die meisten Geräte im Ausland gekauft und zeichneten sich nicht durch hohe Qualität aus: Sie arbeiteten mit Störungen, hatten eine geringe Leistung und gingen oft kaputt. Es war notwendig, eigene Funkstationen zu schaffen, und Wologdin nahm sich dieses komplexen Projekts an. Er studierte sorgfältig ausländische Geräte, vertiefte sich in die wissenschaftliche Literatur und entwickelte durch Versuch und Irrtum einen leistungsstarken Funkgenerator. Nun erreichte das Signal zwischen den Schiffen einen Radius von 5 km.

Der Höhepunkt von Valentin Petrowitschs Karriere fiel in die Jahre des Ersten Weltkriegs, als die Aufträge des Militärs einen nach dem anderen eintrafen. Wologdin entwarf unter anderem einen Bordgenerator für die berühmten Bomber "Ilja Muromez". Ab 1915 arbeitete er aktiv an der Modernisierung der Ausrüstung für Küstenfunkstationen. Englische und französische Spezialisten erkannten seine Erfindungen als die besten der Welt an.

Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde Wologdin angeboten, nach England zu ziehen und für deren Militär-Industrie zu arbeiten, aber er lehnte ab, da er entschied, dass sein Wissen der Heimat nötiger war. In der Folge beschäftigte er sich mit der Entwicklung der Funktelefonie und schuf einen Hochspannungs-Gleichrichter zur Versorgung komplexer Röhrenfunkstationen. Eines seiner letzten Projekte war die Entwicklung der Theorie der Hochfrequenz-Härtung, durch die die Wärmebehandlung von Metallteilen von 30 Stunden auf 40 Sekunden verkürzt wurde. Wologdin starb im Alter von 72 Jahren in Leningrad.

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