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Militärmedizinisches Museum: Ärzte im Krieg

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Das Militärmedizinische Museum des Verteidigungsministeriums Russlands in Sankt Petersburg, gelegen in der Lazarettgasse, ist eines der ungewöhnlichsten thematischen Museen der Stadt. In seiner Sammlung befinden sich Hunderttausende einzigartiger Exponate, die über die Geschichte der Medizin sowie über Ärzte und Krankenschwestern berichten, die an militärischen Einsätzen teilnahmen.

Geschichte der Museumseröffnung

Ursprünglich wurden medizinische Exponate in der Kunstkamera gesammelt, wo seltene anatomische Proben zusammengetragen wurden. 1863 wurde das Chirurgische Museum eröffnet, aber die Entwicklung der Wissenschaft erforderte den Bau eines eigenen Gebäudes für ständige Ausstellungen und die Aufbewahrung von Dokumenten über die medizinische Versorgung unter Kampfbedingungen. Besonders aktuell wurde diese Frage während des Großen Vaterländischen Krieges, als sowjetische Mediziner bedeutende Erfolge in der Chirurgie und der Behandlung von Infektionen erzielten.

Im Oktober 1942 schlug der Generalmajor der medizinischen Dienste, Professor A.N. Maximenkov, in Moskau eine Struktur für ein spezialisiertes Museum vor, die mehrere Abteilungen umfasste. Am 12. November 1942 wurde das Projekt mit kleinen Änderungen genehmigt, und dieses Datum gilt als Gründungstag des Museums.

1942-1944

Unmittelbar nach der Gründung begann die Vorbereitung der ersten Ausstellung. Fotografen, Künstler und Spezialisten wurden angeheuert, die an die Front geschickt wurden, um einzigartige Materialien zu sammeln. Aufgrund der großen Anzahl an Exponaten wurde das Museum im Sanitätsforschungsinstitut untergebracht und teilweise in der Großen Kozlovskaja Straße 6. Die erste Ausstellung umfasste Materialien von der Karelischen und Wolchow-Front. 1943 wurde das Museum nach Leningrad verlegt.

Leningrader Zeitraum

Der Umzug nach Leningrad wurde nach der Aufhebung der Blockade möglich. Die Hauptausstellung wurde in den Gebäuden des Semjonowskij-Regiments untergebracht, während Archive und Wohnräume für Mitarbeiter in der Ruzovskaja Straße waren. Die Räumlichkeiten benötigten Renovierungen und Umgestaltungen, an denen der Architekt B.N. Schurawljow arbeitete. Er veränderte das Erscheinungsbild der Fassade und fügte Skulpturen berühmter Wissenschaftler wie Pirogow und Pawlow hinzu.

Das Museum öffnete am 25. September 1951 seine Türen für Besucher. Im Erdgeschoss wurde eine Sammlung eingerichtet, die N.I. Pirogow und die Geschichte der Medizin bis 1941 gewidmet war. Der zweite Stock war der medizinischen Versorgung der Armee während des Krieges gewidmet, und der dritte der Epidemieprävention und wissenschaftlichen Errungenschaften.

Weitere Entwicklung des Museums

Mit der Entwicklung der Wissenschaft wurden die Ausstellungen des Museums ständig aktualisiert. 1955 wurde eine Sammlung zur Strahlenkrankheit vorgestellt, und 1962 zur medizinischen Versorgung von Raumflügen. Eine ständige Ausstellung, die N.I. Pirogow gewidmet ist, mit seinen persönlichen Gegenständen und Instrumenten, wurde eröffnet.

Seit den frühen 50er Jahren gibt es im Museum Werkstätten zur Erstellung von Lehrmaterialien und ein Filmstudio, in dem 1954 der erste farbige Lehrfilm gedreht wurde. 1958 wurde ein militärmedizinisches Archiv eröffnet, das Dokumente über Verwundete und Gefallene im Krieg aufbewahrt. Dank dieser Daten konnten viele ihre Teilnahme an Kampfhandlungen bestätigen und Entschädigungen erhalten.

Mit der Erweiterung des Museums stieg die Zahl der Besucher, aber 1982 wurde ein Teil der Ausstellung aufgrund des Zustands der Räumlichkeiten verlegt. Im Hauptgebäude blieben die Lehrsammlungen für Studenten.

Das Museum heute

Moderne medizinische Technologien fördern die Eröffnung neuer Ausstellungen. Internationale Projekte, die dem Zweiten Weltkrieg und der Raumfahrt gewidmet sind, werden realisiert. Im Museum wurden Multimedia-Projekte geschaffen, wie das Videojournal „Meisterwerke der Militärmedizin“, mit Überblicken über die Sammlungen.

Das Museum verfügt über eine umfangreiche Bibliothek mit modernen und alten Ausgaben, einschließlich des Traktats von Ambroise Paré aus dem Jahr 1607. Auch eine Sammlung von Gemälden, einschließlich Arbeiten von I. Repin und Feldmalern, wurde zusammengestellt.

Wissenschaftliche und patriotische Aktivitäten

Das Museum bildet nicht nur junge Fachkräfte aus, sondern führt auch wissenschaftliche Forschungen durch. Fachleute fassen die Erfahrungen von Medizinern zusammen, die an militärischen Konflikten beteiligt waren, für wissenschaftliche Publikationen.

Das Museum engagiert sich aktiv in der Bildungsarbeit mit Schülern und Rekruten und bietet interaktive Programme und Rätselspiele an.

Das Militärmedizinische Museum in Sankt Petersburg ist ein Ort, den die ganze Familie besuchen sollte. Hier kann man interessante Ausstellungen sehen und an museumspädagogischen Veranstaltungen und temporären Ausstellungen teilnehmen.

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