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Wladimir-Palast, königliches Geschenk an den Sohn

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Im Herzen der Stadt, an der Dvorcovaja-Nabereznaja gegenüber der Peter-Paul-Kathedrale, erhebt sich der Wladimir-Palast mit seinen Bogenfenstern. Früher gehörte er dem Großfürsten Wladimir Alexandrowitsch, dem Sohn von Alexander II. Heute befindet sich hier das Haus der Wissenschaftler nach Gorki, bekannt für seine einzigartige Bibliothek mit über hundertjähriger Geschichte. Im ehemaligen Palast finden kulturelle Veranstaltungen, wissenschaftliche Konferenzen und Seminare statt, die von allen Interessierten besucht werden können.

Geschichte

Der Palast des Großfürsten Wladimir Romanow war nicht das erste Gebäude an diesem Standort. Das erste Bauwerk entstand hier im Jahr 1720 im Rahmen der geplanten Bebauung von St. Petersburg. Das Haus wurde mehrfach umgebaut, um den Vorlieben neuer Eigentümer gerecht zu werden, zu denen I.A. Musin-Puschkin, I. Osterma und D. Wolkonski gehörten. Bis 1841 wechselten die Eigentümer des Anwesens, bis in seinen Mauern die Kompanie der Palastgrenadiere untergebracht wurde.

Bau an der Dvorcovaja-Nabereznaja

Nach 20 Jahren wurde das alte Gebäude abgerissen, um einen Palast für Wladimir Alexandrowitsch, den dritten Sohn von Kaiser Alexander II., zu bauen. Das Projekt wurde von Professor A.I. Resanow von der Akademie der Künste entworfen. Beim Bau wurde das Fundament des alten Anwesens und ein Teil seiner Konstruktionen verwendet.

Der Palast wurde in Rekordzeit von 1867 bis 1868 errichtet, aber die Innenausstattung wurde erst zur Hochzeit des Großfürsten mit der Prinzessin von Mecklenburg-Schwerin im Jahr 1874 abgeschlossen. Am 10. August fand die Einweihung des Palastes statt.

Besonderheiten

Der Palast des Großfürsten Wladimir Romanow war nicht nur schön, sondern auch modern. Er war mit Belüftung, Heizsystem und Aufzug ausgestattet. Eine Beschreibung des Gebäudes findet sich in Herbert Wells' Werk „Russland im Dunkeln“.

Nach der Revolution

Bis 1917 blieb der Palast im Status eines Fürstenhauses. Nach der Revolution wurden hier verschiedene Institutionen untergebracht, darunter die Kommission des Roten Kreuzes und die Bibliothek des Verlags „Weltliteratur“. Die Innenräume des Palastes sind nahezu im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben.

In diesen Jahren begann die berühmte Bibliothek zu entstehen, die auf der persönlichen Sammlung von Alexander II. basierte. In den ehemaligen Palast wurde von den Bolschewiki konfisziertes Literaturmaterial gebracht, und die Sammlung wurde allmählich erweitert.

Neues Leben

Am 31. Januar 1920 wurde im Palast das Haus der Wissenschaftler eröffnet. Hier traten bekannte Forscher und Wissenschaftler wie V.P. Semenow-Tjan-Schanski und V.I. Wernadski auf. 1931 wurde der Rat des Leningrader Hauses der Wissenschaftler gegründet, geleitet von Wawilow. 1932 erhielt die Institution den Namen M. Gorki. Trotz der Repressionen wurde die Tätigkeit der Institution nicht eingestellt, selbst in den Jahren der Blockade von Leningrad.

Nach dem Krieg leitete der Akademiker N.S. Derschawin den Rat des Hauses der Wissenschaftler, und die Institution kehrte praktisch zu einem vollen Leben zurück. Doch Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre begannen erneut Repressionen. Die Normalisierung der Tätigkeit gelang erst Ende der 1950er Jahre. Seitdem wurde die Arbeit des Hauses der Wissenschaftler nicht eingestellt, wobei besonderes Augenmerk auf Kybernetik und andere innovative Richtungen gelegt wurde.

Architektur des Palastes

Der Wladimir-Palast ist nahezu im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben. Die Fassade ist im Stil des Neorenessaince mit Stuck und Säulen gestaltet. Im Inneren gibt es zahlreiche Zimmer und Säle, die durch Marmortreppen verbunden sind. Im ersten Stock befanden sich die Gemächer des Großfürsten, im zweiten die seiner Frau Maria Pawlowna.

Das Himbeerzimmer ist in lebhaften Farben gestaltet, hier fanden kreative Abende statt. Das Goldene Zimmer ist im luxuriösen französischen Stil dekoriert. Der maurische Boudoir ist mit östlichen Ornamenten geschmückt, und der Wintergarten im zweiten Stock mit exotischen Pflanzen und Marmorskulpturen. Der Weiße Saal wurde für Bälle und Konferenzen genutzt, während der Eichen-Saal im neorussischen Stil gestaltet ist.

Für Führungen sind mehrere Säle und die prächtige Marmortreppe geöffnet. Der Außenhof ist für alle zugänglich, hier kann man den Innenhof des Palastes und den Luftschutzbunker aus der Zeit des Großen Vaterländischen Krieges sehen.

Gegenwart

Heute arbeitet im ehemaligen Palast von Wladimir Alexandrowitsch weiterhin das Haus der Wissenschaftler nach Gorki. Hier finden Vorträge, Seminare, Konzerte und Ausstellungen statt. Die Säle sind für kommerzielle Nutzung verfügbar, ein Restaurant ist geöffnet. Besucher können Tickets für Veranstaltungen und Souvenirs erwerben. Wir laden Sie ein, dieses architektonische Juwel von St. Petersburg im Rahmen einer Führung zu besuchen. Fotografieren ist erlaubt.

Öffnungszeiten: Montag und Samstag von 10:00 bis 21:30.

Anfahrt:

Adresse: St. Petersburg, Dvorcovaja-Nabereznaja, 26.

Zum Palast kann man zu Fuß von den U-Bahn-Stationen „Admiralteiskaja“, „Newski Prospekt“, „Gostiny Dvor“ gelangen oder mit den Bussen Nr. 7, 10, 24, 191 und den Trolleybussen Nr. 1, 7, 10, 11 bis zur Haltestelle „Dvorcovaja-Nabereznaja“ fahren.

Geo-Punkt

Владимирский дворец, царский подарок сыну

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