Der Turm erhielt seinen Namen von der Wladimirer Überlandkirche, die 1311 auf Anweisung des Nowgoroder Erzbischofs David erbaut wurde. Durch diesen Turm führte der Weg zum Nerewskij Ende der Sofijseite Nowgorods. Vor seiner Errichtung verlief der Weg vom Detinets zum Nerewskij Ende über den Fjodorowskij Turm. Archäologische Ausgrabungen unter der Leitung von M.Ch. Alechkowskij im Jahr 1957 zeigten, dass der Turm auf älteren Fundamenten errichtet wurde. 1461 wurde auf Anweisung des Erzbischofs Jona die Wladimirer Überlandkirche vollständig umgebaut und eine Speisehalle hinzugefügt. Wahrscheinlich wurde auch der Turm damals erneuert. Im 16. Jahrhundert erschien am äußeren Fassaden des Turms das Bild des Heiligen Nikolaus, dessen Fresko bis heute erhalten geblieben ist, was dem Turm den zweiten Namen Nikolausturm gab. Im 16. Jahrhundert und in den 1660er Jahren wurden die Schießscharten des Turms umgestaltet, und Ende des 18. Jahrhunderts wurde er renoviert. Die angebaute Speisehalle der Wladimirer Kirche wurde abgerissen, aber eine zweigeschossige Nikolauskapelle mit Zugang zum Wolchow aus dem Erzbischöflichen Garten des Detinets wurde hinzugefügt.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Turm stark beschädigt. 1959 und 1961 wurde er nach den Entwürfen von A.V. Worobjow und N.S. Krivulina in Formen des 15. Jahrhunderts wiederhergestellt. Die zweigeschossige Nikolauskapelle wurde abgerissen, aber die im 18. Jahrhundert verlorenen Etagen des Turms wurden wiederhergestellt. Auch die Verstärkung der Fundamente, die in den 1930er Jahren begonnen wurde, wurde abgeschlossen, was das Absinken des Turms verhinderte.
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