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Die Gruft der Familie Vogau auf dem Wwedenskoje Friedhof in Moskau

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Eines der einprägsamsten Grabmale auf dem Wwedenskoje Friedhof ist die Gruft der Familie Vogau. Sie befand sich auf einem großen rechteckigen Grundstück. Auf einer Seite war eine Gruft, deren Ende wie ein ruinierter antiker Tempelportal gestaltet war. Auf grob behauenen Stufen stand eine bronzene Figur Christi, die auf die Figur des Seligen zeigte, der mit leidendem Ausdruck auf den Heiland blickte. Diese Komposition schuf der bekannte florentinische Bildhauer R. Romanelli und nannte sie „Der Selige zu Füßen Christi“. Die Moskauer verehrten die Christusfigur sehr. Christen verschiedener Konfessionen sammelten Wasser von seiner rechten Hand und den Falten seines Gewandes und hielten es für heilend. Auch bei dieser Figur wurde oft fotografiert. Allerdings verdeckten die Posierenden häufig die Figur des Seligen, den die Moskauer „Uroda“ nannten. Daher ist diese Figur auch auf Postkarten oft von Posierenden verdeckt.

Die Gruft war von einem antiken Zaun mit dekorativen Aschenbechern umgeben. Nach 1917 verschwand die Figur des Seligen, und die Christusfigur wurde in das Archäologische Kabinett der Moskauer Geistlichen Akademie in Sergijew Possad gebracht, wo sie bis heute erhalten ist.

Die Gruft wurde nach 1866 erbaut, etwa in den 1890er Jahren, als hier Emilie Maximowna Banza (geb. von Vogau) beigesetzt wurde. Ihr verwitweter Ehemann, der bekannte Wohltäter der Moskauer deutschen Gemeinde Konrad Banza, heiratete ihre Schwester Emma. Beide adoptierten den Sohn Emilies aus erster Ehe, Rudolf Hermann. In Erinnerung an die Frau, die Schwester und die Mutter unterstützten Banza und Hermann Betten in der Evangelischen Klinik und Waisenhäusern Moskaus und organisierten kostenlose Mahlzeiten für Bedürftige.

In der Sowjetzeit wurde die Gruft der Vogaus, wie viele andere Grabmale, stark beschädigt. Seit über 80 Jahren ist der Friedhof ein städtischer, aber die Grabsteine mit ausländischen Inschriften verleihen ihm bis heute einen besonderen Charme.

Geo-Punkt

Усыпальница семейства Вогау на Введенском кладбище в Москве

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