Peter Ustinov, russischer Star von Hollywood.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren viele Russen über die Welt verstreut und gezwungen, ein neues Leben zu beginnen. In einer solchen Familie wurde 1921 der bekannte Hollywood-Schauspieler Peter Ustinov geboren. Sein Vater war ein erfolgreicher deutscher Journalist und Diplomat, während seine Mutter, Nadeschda Leontjewna Benois, Künstlerin und Tochter des herausragenden russischen Architekten Leonti Benois war.
Obwohl Peter Ustinov britischer Staatsbürger war, waren seine russischen Wurzeln immer spürbar. Er war eng mit der weißen Emigration verbunden und freundete sich mit herausragenden russischen Emigranten wie dem Schriftsteller Wladimir Nabokov an. Interessant ist, dass er in den Vorkriegsjahren zusammen mit dem Sohn des deutschen Ministers Ribbentrop studierte, gegen dessen Vater er später in der britischen Armee kämpfte.
Mit 17 Jahren betrat Peter Ustinov erstmals die Theaterbühne, und mit 21 Jahren spielte er in dem Film „Einer unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt“, wo er einen Priester darstellte. 1944 trat er in seinem zweiten Film „Nur vorwärts“ auf, bevor er an die Front ging und gegen die deutsche Armee kämpfte.
Nach seiner Rückkehr setzte er seine Schauspielkarriere fort und trat in englischen und amerikanischen Filmen auf, von denen einige ihm weltweiten Ruhm einbrachten. Die Zuschauer erinnerten sich an seine Rolle als Nero im Film „Quo Vadis“, für die er einen „Golden Globe“ erhielt, sowie an seine Rollen als Lentulus Batiatus in „Spartacus“ und Arthur Simon Simpson in „Topkapi“, für die er mit einem „Oscar“ ausgezeichnet wurde. Insgesamt spielte er in 88 Filmen, wurde viermal mit dem Emmy und anderen Auszeichnungen geehrt. Seine letzte Rolle war die des Königs Friedrich III. im Film „Luther“.
Neben dem Kino arbeitete Peter Ustinov als Theaterregisseur und Dramatiker, engagierte sich in der Öffentlichkeit und in der Wohltätigkeit und schrieb drei Bücher über sein Leben.
Peter Ustinov starb am 28. März 2004 in der Schweiz im Alter von 82 Jahren an Herzinsuffizienz. Er bleibt eine der herausragendsten russischen Figuren im westlichen Kino, und seine Werke erregen weiterhin Begeisterung und Anerkennung bei Filmkritikern.
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