Das Haus Sapozhkova befindet sich im Vorort von Klintsy, am Ufer eines Teiches. Es wurde in den Jahren 1910-1912 für den lokalen Fabrikanten D. Sapozhkova nach einem Entwurf des italienischen Architekten erbaut, und die Bauleitung hatte Ingenieur A.V. Solowjow. Während des Krieges 1941-1943 wurde das Haus beschädigt, aber nach dem Krieg wiederhergestellt. Es ist der einzige ländliche Herrenhauskomplex in der Region Brjansk, der im gotischen Stil ausgeführt ist. Der Komplex zeichnet sich durch malerische Asymmetrie und stilistische Einheit aller Gebäude aus.
Der Komplex erstreckt sich über mehr als 6 Hektar am nördlichen Ufer eines großen Teiches mit einem Erddamm. Im südlichen Teil des Teiches befindet sich eine Insel mit einem aufgeschütteten "Hügel" und Kiefern. Die Gebäude sind frei auf dem Gelände des Anwesens angeordnet. Die Hauptallee, die von monumentalen Eingangstoren ausgeht, ist die kompositorische Achse des Ensembles und verbindet die Gebäude mit der Straße, die entlang der nordöstlichen Grenze des Parks verläuft. Die Allee gabelt sich am Haus, um es herum und führt zum Ufer des Sees, wo sich das Gebäude des Maschinenraums des Kraftwerks befindet, sowie zu den Gebäuden im nordwestlichen Teil des Parks, wie dem Stall und dem Eiskeller.
Die Hauptfassade des Hauses ist zur repräsentativen Allee und zur Straße ausgerichtet. Die Architektur des Gebäudes im neugotischen Stil erinnert an mittelalterliche Burgen. Das zweigeschossige Backsteingebäude mit verputzten Wänden steht auf einem hohen Sockel, wo sich die Wirtschaftsräume befinden. Die asymmetrische Komposition des Gebäudes umfasst zwei rechteckige Volumen unter einem Walmdach und einen vierstöckigen Turm an der südöstlichen Ecke. Der Haupteingang, der sich zwischen dem Turm und dem östlichen Risalit befindet, ist mit einer Loggia mit Bögen und einem Balkon geschmückt. Der zweite Eingang befindet sich an der westlichen Fassade.
Im Dekor des Gebäudes ist der Einfluss des Jugendstils deutlich, insbesondere in den spitzbogigen Fenstern und Bögen der Loggia. Originale Arkaturfriese und eine bogenförmige Nische am Risalit betonen den gotischen Stil. Das Innere des Hauses wurde verändert und hat die ursprüngliche Ausstattung nicht bewahrt. Die Grundrissgestaltung des zweiten Stocks wiederholt teilweise den ersten.
Der Stall mit der Taubenschlag ist ein zweigeschossiges Backsteingebäude mit verändertem Erscheinungsbild. Der Eiskeller, im gotischen Stil gestaltet, hat einen repräsentativen Eingang in Form eines spitzbogigen Bogens zwischen achteckigen Säulen. Im Inneren des Eiskellers gibt es zwei Räume: einen Vorraum und das eigentliche Lager.
Der Landschaftspark Vjunki umfasst mehr als achtzig Baum- und Straucharten, darunter exotische Kiefern und Fichten. Der Park bewahrt seine Schönheit auch im Winter dank der immergrünen Pflanzen.
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