Nach dem Brand von 1812 wurde 1820 entlang der Gasse das Hauptgebäude mit Flügeln an den Seiten errichtet. Ende der 1860er Jahre erwarb Praskowja, die älteste Tochter des bekannten Kaufmanns Gerasim Chludow, das Anwesen. Sie heiratete K.K. Prochorow aus der Fabrikanten-Dynastie Prochorows, die Eigentümer der Dreychgorod-Manufaktur waren, und kaufte ein Haus neben dem väterlichen Anwesen am Hochojau-Brücke, in der Gemeinde der Kirche des Propheten Elia auf dem Woronczow-Feld.
Anfang der 1870er Jahre ließ Praskowja das Herrenhaus umbauen. Das Hauptgebäude erhielt ein rustiziertes Erdgeschoss, der zentrale Risalit wurde mit einem kleinen gebogenen Giebel mit Lukarnen geschmückt, und die drei zentralen Fenster hatten ovale Sandriken mit stuckverzierten Girlanden. Im Hof wurden praktische Nebengebäude errichtet.
Nach dem Tod des Vaters erbte Praskowja zusammen mit ihren Schwestern die väterlichen Fabriken: die Jegorjewsker Papierfabrik und die Norsker Leinenmanufaktur. Ihr Mann, Konstantin Konstantinowitsch, starb 1888 im Alter von 46 Jahren. Die Schwestern Chludow engagierten sich aktiv in der Wohltätigkeit und bauten mit den vom Vater hinterlassenen Mitteln eine ganze Stadt in Syrjomatniki an der Jauza, das "Haus zur Unterstützung der Armen im Namen G.I. Chludow". Nach dem Tod ihres Mannes eröffnete Praskowja mit eigenen Mitteln dort eine Abteilung für Schwache und Kranke, und nach dem plötzlichen Tod ihrer Tochter im Jahr 1895 eine kostenlose Frauenhandwerkschule und einen weiteren Block mit kostenlosen Wohnungen. Der Architekt einiger dieser Gebäude war Lew Kekushew.
Anfang der 1900er Jahre überließ Praskowja Gerasimowna das Haus ihrem einzigen Sohn Nikolai und zog nach Pokrovka. Nikolai heiratete Lidia Uschkowa, die Tochter eines bekannten chemischen Fabrikanten aus Jelabuga, und sie lebten bis zur Revolution in diesem Haus.
Bis Ende des 20. Jahrhunderts befand sich das Haus in einem schlechten Zustand. 1997 führte die Architekturfirma "Samsung Engineering" eine umfassende Rekonstruktion des Anwesens durch, restaurierte die Fassaden und Innenräume des Hauptgebäudes und baute die Nebengebäude und Flügel grundlegend um. Heute gehören die Gebäude des Anwesens der Rosenergobank.
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