In der Mitte des 18. Jahrhunderts befand sich hier das Anwesen des bekannten Fabrikanten Prokopy Demidov, der einen Palast baute und einen prächtigen Terrassengarten anlegte. Später, unter dem neuen Besitzer, Graf Orlow-Tschesmenski, entstanden Pavillons. Dann erwarb Kaiser Nikolaus I. das Anwesen sowie die benachbarten Anwesen der Golizyns und Trubetskoy-Shakhovskys und vereinte sie zu einem großen Anwesen namens Neskuchny Garten, wie auch das Anwesen des Fürsten N.Ju. Trubetskoy.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde unter Graf Orlow-Tschesmenski eines der Dienstgebäude als Reitbahn mit Stall gebaut, das später zum Empfangssaal des Alexandrinenpalastes wurde. In der Sowjetzeit zog das Mineralogische Museum aus Leningrad hierher, benannt nach dem Akademiker Alexander Jewgenjewitsch Fersman. Gegründet 1726 in Sankt Petersburg als mineralogisches Kabinett der Kunstkamera, steht das Museum seit 1725 unter der Verwaltung der Russischen Akademie der Wissenschaften. In seinen Sammlungen befinden sich über 135.000 Exponate.
Die Architektur und das Innendesign der Gebäude wurden 1833-1834 nach den Entwürfen des Architekten Jewgraf Dmitrijewitsch Tjurin im Empire-Stil, der zu jener Zeit in Moskau populär war, erneuert. Vier zweigeschossige Gebäude sind mit ihren Giebelfassaden zur Moskwa ausgerichtet, zwischen ihnen verläuft eine Allee, die zu den Toren des Neskuchny Gartens führt. Die Umzäunung und die Tore wurden 1935 nach den Entwürfen des Architekten W.A. Domanow errichtet.
Die Fassaden der Gebäude sind im einheitlichen Stil gestaltet: Risalit mit Haupteingang und halbrunder Bogen, symmetrisch angeordnete Fenster mit keilförmigen Aufsätzen, rustizierte Steine und antikes Gebälk mit Triglyphen und Giebel. Das Innere des Mineralogischen Museums ist ebenfalls im strengen Stil gehalten: großer Saal mit Bogenfenstern, antizier Decke und Säulen, wo Tische und Ständer mit Exponaten platziert sind. Licht und Empire-Ambiente betonen den Wert der Sammlung.
Andere Gebäude sind ebenfalls im Empire-Stil gestaltet, jedoch mit kleinen Unterschieden. Ihre Seitenfassaden sind weniger prunkvoll als die Giebelfassaden, aber die allgemeine Pracht ist aus der Tiefe des Gartens gut sichtbar, insbesondere dank des Hangs zur Moskwa, der den Effekt eines antiken Akropolis schafft. Die Gebäude sind durch Wände mit Bogenpassagen verbunden und beherbergen verschiedene Organisationen der Russischen Akademie der Wissenschaften. Vor einigen Jahren wurde eine Restaurierung durchgeführt.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.