Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Anwesen relativ klein und bestand aus einem einstöckigen Holzwohnhaus mit vielen Zimmern und Fluraufteilung, einem einstöckigen Holzschuppen, einem Eiskeller und einem kleinen Garten. Das Haus wurde Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts mit Mitteln gebaut, die von dem Vater von Maria Timofejewna (geb. Trufanova), einem Fischereiwirtschaftler aus dem pomorischen Dorf Schuja, bereitgestellt wurden.
Laut Erzählungen von Verwandten und Bekannten befand sich im Haus der Familie Kunizyn Möbel aus edlen Hölzern, weiche Sofas und Sessel, ein Klavier, Gemälde und teures Geschirr. Trotz der Neuerungen im Interieur blieb eine sakrale Zone mit Ikonen erhalten, die nicht immer in den repräsentativen Räumen wie dem Saal und dem Wohnzimmer zu finden war, aber unbedingt in allen Wohnräumen und in der Küche vorhanden war.
Die Zimmer wurden mit hängenden Petroleumlampe, elektrischen Kronleuchtern, Wandlampen und Tischlampen beleuchtet. Der Strom wurde 1914 ins Haus gelegt. Im Anwesen gab es holländische Öfen, die vom Flur aus beheizt wurden und gleichzeitig zwei Zimmer erwärmten.
Hinter dem Flur entlang der Vorderfassade des Hauses befand sich der Saal der Familie Kunizyn, der größte und hellste Raum. Im Mittelpunkt stand ein großer Tisch, an dem sich die große, harmonische Familie versammelte. Heute befindet sich hier das Museumsgästewohnzimmer.
Vom Wohnzimmer aus gelangt man in das Arbeitszimmer des Hausherrn, wo das Interieur des frühen 20. Jahrhunderts, typisch für wohlhabende Familien aus Archangelsk, nachgebildet wurde. Das Arbeitszimmer diente gleichzeitig als Arbeitsplatz, Bibliothek, Ruheraum und sogar Schlafzimmer des Hausherrn.
Heute wird der Museumskomplex "Anwesen M.T. Kunizyn" für Bildungs-, Ausstellungs-, Aufklärungs- und Informationsaktivitäten des Museums "Kleine Koryel" genutzt. Zum Komplex gehört auch das ethnokulturelle Zentrum "Handwerksdörfchen", das sich mit der Erhaltung des immateriellen Kulturerbes von Pomorje und der Vereinigung von Volkskunsthandwerkern der Region beschäftigt.
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