Das älteste Haus in der Gasse ist ein Denkmal der Architektur des 18. und 19. Jahrhunderts, das im Stil des Moskauer vorbrandklassizistischen Stils erbaut wurde. Im Jahr 1758 kaufte der Oberprokurator Lukjan Ivanowitsch Kamynin, der auch mit der Organisation des Moskauer Archivs des Justizministeriums beschäftigt war, ein Grundstück von seinem Schwager, Fürst G.A. Schcherbatow, für 150 Rubel und begann mit dem Bau des steinernen Gebäudes. Bis 1770 wurde das zweigeschossige Hauptgebäude und der rechte Flügel mit abgerundetem Eck errichtet, und 1778 folgte der linke Flügel. Die Flügel sind ebenfalls zweigeschossig, jedoch niedriger. Die Fassaden des Hauptgebäudes sind im strengen Stil des frühen Klassizismus mit rechteckigen Fensterumrahmungen und einem einzelnen diamantförmigen Schlussstein über den Fenstern des zweiten Stocks gestaltet. Nach dem Brand von 1812 blieb von dem Gebäude nur das Ziegelgerüst übrig.
Im Jahr 1815 erwarb der Kaufmann M.P. Zabelin das Grundstück, der das Anwesen 1821 und 1823 wiederherstellte. An der Fassade des Hauptgebäudes erschien ein bescheidener Portikus mit vier korinthischen Halbsäulen. Die Tochter Zabelins, Olga, heiratete 1816 den Kollegialrat Jewgraf Wasiljewitsch Saltykow, und ihr Sohn, M.E. Saltykow-Schtschedrin, wurde ein bekannter russischer Schriftsteller und besuchte oft das Anwesen seines Großvaters.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gehörte das Anwesen den Nachkommen der Zabelins, ein Teil der Gebäude wurde vermietet. Hier lebten der Tänzer Adam Gluschkowski, der Philologe I.F. Kalajdovich, die Künstler I.I. Vivien und A.S. Jastrebilov. Im Jahr 1865 befand sich hier die Redaktion der „Moskauer Zeitung“, die von dem Heimatforscher N.P. Bocharov herausgegeben wurde. Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich im Gebäude ein privates Gymnasium, in den 1920er Jahren eine siebenjährige Schule und Hörsäle der Fakultät für Sozialwissenschaften der Moskauer Universität. Heute beherbergt es das Institut für die USA und Kanada der Russischen Akademie der Wissenschaften. Das Gebäude hat die erstaunlichen frühen klassischen Fassaden und Stuckarbeiten in den Innenräumen bewahrt.
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