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Die Herrenhaus der Tschertkow in Chwoschewatka (verloren)

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Das Anwesen im Dorf Chwoschewatka im Rajon Ramon gehörte der Adelsfamilie Tschertkow, die einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung der Provinz Woronesch geleistet hat. Dieses Anwesen, zusammen mit Nowoschiwotino, Staroschiwotino und Russkaja Gwosdewka, ist Teil eines geplanten Herrenhausrings in der Region Woronesch.

Das Herrenhaus der Tschertkow zeichnet sich durch mehrere einzigartige Merkmale aus. Erstens hängt dies mit der Persönlichkeit seiner Besitzer zusammen. Wassili Tschertkow, der Gründer des Anwesens, hat Woronesch erheblich umgestaltet. Zweitens ist der im 18. Jahrhundert erbaute Flügel nahezu unverändert erhalten geblieben. Hier befindet sich auch ein Komplex, der einen Einblick in ein typisches Gutshaus gibt: ein Haus, ein Erholungsbereich mit einem Tal und einem Bach, ein Wirtschaftsgebäude und eine Kirche, die mit Mitteln der Gutsherren erbaut wurde.

Das Herrenhaus wurde während des Bürgerkriegs zerstört, aber der Hauptflügel, der zusammen mit dem Hauptgebäude genutzt wurde, blieb erhalten. Er befindet sich am Rand einer Wiese, über einem großen Tal. Es handelt sich um ein kleines einstöckiges Gebäude, dessen helle Putzschicht große rote Ziegel sichtbar macht. An der Fassade befinden sich große Fenster, die fast die gesamte Wandhöhe einnehmen. Im Haus ist eine Holzveranda erhalten geblieben, während die Türen vernagelt sind. Durch die Ritzen kann man den zerstörten Schornstein des alten Kamins sehen, in dessen Mauerwerk antike Ziegel verwendet wurden. Das Gebäude wurde seit seiner Errichtung in den frühen 1790er Jahren kaum umgebaut, was für die Architektur von Herrenhäusern ein seltener Fall ist.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Wiese, am Straßenrand, befindet sich das Wirtschaftsgebäude des Anwesens, in dem seit 1914 eine Dampfmühle untergebracht war. Die einstöckige Mühle besteht aus roten Ziegeln und wildem Stein, mit einem Anbau aus modernem weißen Ziegel. Der Hauptteil des Gebäudes ist im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben, obwohl einige große Fenster zur Hälfte zugemauert sind. Heimatforscher behaupten, dass im Inneren der Mühle Reste von antiquarischen Maschinen erhalten sind, aber der Zugang ist aufgrund des großen Schlosses an der Tür unmöglich. Näher an die Mühle heranzutreten, kann man den Geruch von Mehl wahrnehmen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Flügel und der Mühle befindet sich eine Quelle, die ebenfalls Teil des Herrenhauskomplexes ist. Seit alten Zeiten kamen die Menschen hierher, um frisches Wasser zu holen, und heute kommen Einheimische und Touristen mit leeren Plastikflaschen.

Am Rand von Chwoschewatka steht die Kirche der Paraskeva Pjatniza, die ebenfalls zum Komplex der Tschertkow gehört. Die aus roten Ziegeln erbaute Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und zeichnet sich durch eine für die Provinz ungewöhnliche Architektur im alt-russischen Stil aus. Der Glockenturm erinnert an einen Turm, und fünf mosaikverzierte Kuppeln und Zeltdächer schmücken die Kirche. Der Eingang ist mit dicken, dekorativen Säulen aus roten Ziegeln gestaltet. Die rechte und linke Gebäudeseite sowie die große Veranda sind von Ziegelbögen umrahmt, die Kokoshniki genannt werden. Die Kirche wird aktiv restauriert, und hinter ihr gibt es einen großen Platz mit Blick auf die Umgebung. Unten, im Tal unter der Kirche, ist ein Taufbecken mit der Quelle „Sieben Schlüssel“ eingerichtet.

Geo-Punkt

Усадьба Чертковых в Хвощеватке (утрачена)

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