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Anwesen A.S. Chrenow

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Pflügend durch dichte Sträucher und Bäume im Dorf Sakluchje in der Region Twer, gelangt man an einen erstaunlichen, schönen Ort, wo ein mittelalterliches Schloss, erbaut von Rittern, oder Kulissen für Horrorfilme emporragt. In Wirklichkeit handelt es sich um verlassene Gebäude, die Sommerresidenz des Petersburger Architekten Alexander Sergejewitsch Chrenow, eines der Hauptarchitekten der Isaakskathedrale.

Das Projekt seiner Datscha entwarf der Architekt selbst, mit dem Ziel, ein "Anwesen" zu schaffen, das sich von allen anderen unterscheidet. Im Hauptgebäude entschied er sich, mehrere Stile zu vereinen. Inspiration fanden die mittelalterlichen Ritterburgen Europas mit ihren gotischen Fenstern, massiven Architekturen, Türmchen und Balkonen, geschmückt mit schmiedeeisernen Geländern. Laut einigen Berichten krönte einst eine hohe Spitze der Residenz einen Wetterhahn in Form eines Hahns. Die Inneneinrichtung des Hauses beeindruckte ebenfalls durch ihre Schönheit: An den Wänden hingen Gemälde, ein Klavier stand da, in den Schränken befanden sich Kristallgläser, und eine Wendeltreppe führte nach oben. Die Residenz war die Hauptdominante des "Anwesens", aber das architektonische Ensemble wurde auch durch andere Gebäude ergänzt.

Das Jagdhaus wurde originell gegenüber dem Teich erbaut. Über dem steilen Ufer blieb eine kleine Aussichtsplattform mit einer niedrigen Brüstung aus Kieselsteinen erhalten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts baute Chrenow, ein großer Pferdefreund, hier einen Stall, in dem Traber gezüchtet wurden. Das Leben des Anwesens endete vorhersehbar: 1918 wurde es nationalisiert. Dennoch wurde die Residenz in Ordnung gehalten, indem dort ein Pionierlager untergebracht wurde. Es wurden mehrere originale Denkmäler errichtet, wie ein Mädchen mit einem Paddel und junge Sportler. Doch in den 90er Jahren wurde alles geplündert, sogar Steine und Holzrahmen wurden herausgerissen. Versuche, die Datscha zu restaurieren, blieben erfolglos.

Geo-Punkt

Усадьба А.С. Хренова

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