← Zum Feed · Karte

Dmitri Sinowjewitsch Tjomkin

Фото 1
Dmitri Sinowjewitsch Tjomkin ist unter den russischen Künstlern in Hollywood der absolute Rekordhalter in Bezug auf die Anzahl der Auszeichnungen. Er wurde mit 4 Oscars und 8 Golden Globes ausgezeichnet. Allerdings hat unser Landsmann nicht in Filmen mitgewirkt, sondern die prestigeträchtigen Auszeichnungen für die beste Filmmusik erhalten. In der Mitte des letzten Jahrhunderts war Tjomkin der führende Komponist Hollywoods. Er wurde 1894 in Kremenchug geboren. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er von seiner Mutter Maria Davidowna, dann schloss er das Konservatorium in der Hauptstadt ab und emigrierte nach dem Bürgerkrieg ins Ausland.

In den USA begleitete Tjomkin zunächst ein Ballettensemble, bevor er die Einladung erhielt, Musik für Filmstudios zu schreiben. Sein erstes bedeutendes Werk war der Soundtrack zum Abenteuerfilm "Der verlorene Horizont" von 1937. Dmitri Sinowjewitsch ging die Aufgabe gründlich an: Er experimentierte mit dem Klang und wählte die Instrumentierung passend zu den Stimmen der Schauspieler. Infolgedessen wurde der Film für einen Oscar nominiert.

Besonders eindrucksvoll zeigte Tjomkin sein Talent in Westernfilmen. Der Film "Genau um Mitternacht" von 1952 wurde zu einem Klassiker des amerikanischen Kinos. Der spannende Film erzählte von dem tragischen Konflikt eines Sheriffs aus New Mexico mit dem Anführer einer lokalen Bande. Der Hauptcharakter, Will Kane, wurde zum Symbol für Mut und Treue zu hohen Idealen. Der Erfolg an den Kinokassen war überwältigend, und der Film erhielt 4 Oscars, von denen zwei für die Musik waren. Im Ranking des American Film Institute belegt "Genau um Mitternacht" den zweiten Platz unter den besten Western.

Dmitri Sinowjewitsch erhielt auch zweimal die höchste Filmauszeichnung für die Soundtracks zu den Filmen "Hoch und mächtig" (1955) und "Der alte Mann und das Meer" (1958). Insgesamt wurde er während seiner Karriere 22 Mal für einen Oscar nominiert. Das musikalische Erbe Tjomkins ist so groß und bedeutend, dass seine Werke bis heute im Kino zu hören sind. Zum Beispiel kann man zu Beginn des Films "Inglourious Basterds" von Tarantino ein Thema hören, das der russische Komponist 1960 für den Film "Fort Alamo" geschrieben hat.

Kommentare