Truworowo, auch bekannt als die alte Isborsk Stadtburg, liegt auf dem Zheravye Berg und war im 7. bis 8. Jahrhundert Wohnort der Krivitschen Stämme. Heute ist es ein archäologisches Denkmal, wo Artefakte der Kulturen und Lebensweisen der einheimischen und finno-ugrischen Völker gefunden werden.
Die Stadtburg befindet sich an der Spitze einer Insel, auf der Stadtburg-Halbinsel über dem See. Hier wurde die erste Isborsk Festung erbaut, die später anderthalb Kilometer an ihren heutigen Standort verlegt wurde. Die Fläche der Stadtburg beträgt etwa 1 Hektar und erhebt sich etwa 45 Meter über dem See. Die Halbinsel, die über der Senke thront, war strategisch günstig gelegen: Im Osten schützte der See, im Norden und Westen der Abhang. Der Bau der Festung begann an der offenen Südseite. Bis heute sind Überreste des Grabens und des halbkreisförmigen Stein-Erddamms erhalten geblieben. Dahinter befanden sich hölzerne Wohngebäude, in deren Zentrum sich auf einer Kalksteinplatte der Hauptplatz der Siedlung befand.
Am Eingang zur Stadtburg kann man alte Gräber sehen. Unter ihnen stechen zwei Steinplatten mit geometrischen Symbolen, die in den Kalkstein gemeißelt sind, hervor. Es gibt keine einheitliche Meinung über die Bedeutung dieser Markierungen: Nach einer Version dienten sie als Bauzeichen und symbolisierten den heiligen Tempel von Babylon, den Zikkurat. Eine andere Version besagt, dass die Platte mit den Markierungen als Spielfeld für das mittelalterliche „Mühle“-Spiel, das Pendant zu modernen Brettspielen, verwendet wurde.
Jedoch zieht das sogenannte Truworow-Kreuz, das auf einer der Platten installiert ist, mehr Aufmerksamkeit auf sich. Diese Skulptur aus Kalkstein hat die Form eines christlichen Kreuzes mit Enden, die an die Klinge einer Axt erinnern. Auf dem Kreuz ist die Inschrift „König der Herrlichkeit, Jesus Christus Nika“ eingraviert, die für die Kreuze im Nordwesten Russlands charakteristisch ist. Der Legende nach markiert dieses Kreuz das Grab von Truwor, der 862 zum Fürstentum Russland berufen wurde. Obwohl die Skulptur an der Schwelle des 14. und 15. Jahrhunderts geschaffen wurde, könnte das Grab darunter viel älter sein.
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