Der große russische Schriftsteller Ivan Alexejewitsch Bunin war nicht nur ein talentierter Literat, sondern genoss auch bei Frauen große Beliebtheit. Seine erste wahre Liebe war Warwara Paschtschenko, die Tochter eines Arztes, mit der er in der Zeitung „Orlowskij Wjestnik“ arbeitete. Ihre Beziehung war kompliziert, da Warwaras Vater Ivan, einen Herkunft aus einer verarmten Adelsfamilie des 15. Jahrhunderts, als Schwiegersohn nicht akzeptierte. Die Weigerung des Segens war ein harter Schlag für den jungen Bunin, der mehrere Jahre faktisch als unverheirateter Mann von Warwara blieb. Doch ihre Verbindung zerbrach in Poltawa.
Nach mehreren Jahren des Leidens und Reisen durch die Städte ließ sich Ivan Alexejewitsch in Moskau nieder, wo er schnell populär wurde. Er knüpfte viele Bekanntschaften mit bekannten Persönlichkeiten, und seine neue Auserwählte wurde die neunzehnjährige Anna Zakni, die Tochter des bekannten odessitischen Redakteurs griechischer Herkunft Nikolai Zakni. Diese Ehe war von kurzer Dauer, brachte jedoch den einzigen Sohn Bunins, Nikolai, zur Welt. Leider starb der Junge 1905 an Scharlach, und der Schriftsteller hatte keine weiteren Kinder.
Die zweite und letzte Frau von Ivan Alexejewitsch war Wera Muromtseva, die Tochter des Professors Nikolai Andrejewitsch Muromtsev und Nichte des Vorsitzenden der ersten Staatsduma Sergej Andrejewitsch Muromtsev. Wera Nikolajewna wurde eine treue Gefährtin und Helferin Bunins, die mit ihm durch den Bürgerkrieg und die Emigration ging. Sie kümmerte sich um die Übersetzungen und die Redaktion seiner Werke und passte sie nach der Revolution an die neue Orthografie an.
Wera Nikolajewna war faktisch die persönliche Biografin ihres großen Ehemannes und blieb bis zu seinem Tod im Jahr 1953 an seiner Seite. Sie machte ihm nie Vorwürfe wegen der Aufmerksamkeit, die er von Frauen erhielt, und hatte Verständnis für seine Schwächen. So war das Privatleben des ersten russischen Nobelpreisträgers für Literatur, Ivan Alexejewitsch Bunin.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.