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Handelshaus R.B. Levinson

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Im Jahr 1905 schrieb die Zeitschrift „Kunst“ über das neue Handelshaus R.B. Levinson in der Bolshaya Dmitrovka: „Man kann annehmen, dass diese angenehme Einfachheit vom Wiener Haus „Portois & Fix“ inspiriert ist. Einige Details erinnern tatsächlich daran. Möglicherweise hatte der Eigentümer des Hauses einen positiven Einfluss auf den Architekten bei der Erstellung des Projekts, indem er auf ein gutes Wiener Vorbild hinwies.“

Im 19. Jahrhundert gehörte das Grundstück, auf dem sich jetzt das Haus 32 in der Bolshaya Dmitrovka befindet, der Fürstin Elisabeth Andrejewna Golizyna. Das Hauptgebäude des Anwesens ist bis heute als einfaches zweigeschossiges Bauwerk im Innenhof eines Mietshauses erhalten geblieben. Die frühere Schönheit und Pracht des Herrenhauses sind verloren gegangen.

Nach Fürstin Golizyna gehörte das Anwesen Baron D.A. Schepping, der Teile der Gebäude an Clubs und öffentliche Organisationen vermietete. In den 1890er Jahren befanden sich hier der Moskauer Radfahrerclub und die Versammlung der Ärzte. Bei den Sitzungen der Versammlung der Russischen Gesellschaft zur Erhaltung der Volksgesundheit, die unter dem Schutz von Großherzog Paul Alexandrowitsch stattfanden, versammelte sich monatlich die Wissenschaftliche Geburtshelfer- und Gynäkologengesellschaft unter dem Vorsitz von Professor A.M. Makeev. Im „Doktorenclub“, wie ihn Tschechow in „Die Dame mit dem Hündchen“ nannte, spielten abends Beamte, Anwälte und Ärzte Karten.

Im Raum des Doktorenclubs versammelte sich auch die Gesellschaft zur Unterstützung bedürftiger Sibirier und Sibirier, die in Moskau studierten.

In den Jahren 1896-97 ließ sich im Haus Schepping der Moskauer Schachclub nieder. Hier fand das Schach-Weltmeisterschafts-Rückmatch zwischen E. Lasker und W. Steinitz statt, in dem Lasker den Sieg errang und den Titel bis 1921 hielt.

Später erwarb R.B. Levinson, ein großer Möbelhändler, das Anwesen in der Bolshaya Dmitrovka. Im Jahr 1901 wurde nach dem Entwurf des Architekten A.E. Erichson ein dreigeschossiges Mietshaus mit Geschäftsräumen im Erdgeschoss erbaut.

Erichson, bereits ein anerkannter Architekt, ist bekannt für seine Fassaden, die nicht mit Stuck und Details überladen sind. Seine Arbeiten zeichnen sich durch große Bogenfenster, Symmetrie und einfache geometrische Planung aus.

Die Zeitschrift „Kunst“ hatte recht, als sie die Verbindung zwischen dem Handelshaus Levinson und dem Wiener „Portois & Fix“, das von Max Fabiani in den Jahren 1899-1900 erbaut wurde, feststellte. Erichson entlehnte die Beleuchtungseinrichtungen des bekannten Wiener Gebäudes.

In den 1930er Jahren wurde das Haus aufgestockt. Das Möbelgeschäft blieb bis in die 1980er Jahre hier, während die oberen Etagen nach der Revolution von landwirtschaftlichen und Beschaffungsorganisationen genutzt wurden.

Geo-Punkt

Торговый дом Р.Б. Левинсона

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