Die Titowskaja Sopka ist ein erloschener Vulkan, der noch in der Mesozoikum-Ära aktiv war. Seine Ausbrüche waren explosiv, was die Sopka für Archäologen bedeutend macht. Hier wurden Artefakte aus verschiedenen Epochen gefunden, beginnend mit der Steinzeit bis hin zu den Spuren der ersten Kosakenansiedlungen in Tschita. Die Sopka erhielt ihren Namen zu Ehren des Archäologen Elpidifor Titow, der zu Beginn des letzten Jahrhunderts aktiv ihre Erforschung betrieb, Expeditionen organisierte und mittelalterliche Gräber ausgrub. 1937 wurde Titow wegen konterrevolutionärer Ansichten erschossen, aber später vollständig rehabilitiert.
An der Titowskaja Sopka wurden über 30 archäologische Denkmäler entdeckt. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts fanden hier Ausgrabungen einer Steinzeit-Werkstatt statt, wo Tierhornspitzen, Feuerstellen, Werkzeuge und Felszeichnungen aus der Bronzezeit gefunden wurden. In den 60er Jahren wurden an den Nordhängen der Sopka ein Teil eines Mammutstoßzahns und ein Knochen eines Wollnashorns gefunden, später auch ein Skelett eines alten Pferdes und ein Bisonszahn. Eine der erstaunlichsten Entdeckungen war die alte Siedlung Sasoposchnoje, die vermutlich Ende des 17. Jahrhunderts gegründet wurde. Die zerstörten Holzgebäude dieser Zeit sind bis heute sichtbar.
Die Höhe der Titowskaja Sopka erreicht fast einen Kilometer über dem Meeresspiegel, und ihr Gipfel erhebt sich 300 Meter über Tschita. Besonders interessant für Touristen ist der nordwestliche Hang mit einer terrassenförmigen Landzunge. Im Jahr 1820 gab es hier das Grab eines Soldaten aus dem Semjonowskij-Regiment, an dessen Stelle bis 1860 ein großes Laubkreuz stand. 1998 wurde hier ein gusseisernes Kreuz aufgestellt, und 2002 wurde die Kapelle des Heiligen Alexander Newski erbaut. Die Kapelle wurde schnell errichtet und nach dem Heiligen benannt, dem Schutzpatron der Grenzgebiete Russlands. Es wird angenommen, dass Alexander Newski das Transbaikalgebiet besucht hat, obwohl es dafür keine faktischen Beweise gibt.
Neben der Kapelle wurde eine Aussichtsplattform eingerichtet, von der aus man einen Blick auf Tschita hat. Dieser Ort ist bei frisch verheirateten Paaren beliebt, die hierher kommen, um Fotos zu machen und Schlösser am Geländer der Kapelle zu hinterlassen. Vor dem Bau der Kapelle stand an der Sopka ein Denkmal für einen Elch, das Symbol der Stadt, das wegen Vandalismus auf die Agin-Straße versetzt wurde.
An der Sopka kann man nicht nur über alte Gräber erfahren, sondern auch über die revolutionäre Vergangenheit von Tschita. Im Jahr 1906 wurden am Fuße der Sopka Revolutionäre und Organisatoren der Tschitiner Republik erschossen. 1926 wurde an der Hinrichtungsstätte ein Denkmal zu ihren Ehren errichtet. Auf dem Ziegelpodest sind Reliefs der Ermordeten abgebildet, und aus seiner Mitte erhebt sich eine schneeweiße Stele mit einem Stern.
In den frühen 90er Jahren des letzten Jahrhunderts gehörten 770 Hektar an der Titowskaja Sopka zum Transbaikalischen Botanischen Garten, wo wissenschaftliche Arbeiten durchgeführt und Pflanzensammlungen erstellt wurden. 1993 wurden die Sammlungen in die zentrale Gutsanlage des Gartens verlegt. Vor etwa zweihundert Jahren errichteten auch die Chinesen hier einen botanischen Garten, den man im Herbst sehen kann, wenn die Bäume in leuchtenden Farben erstrahlen. In der Sowjetzeit wurde an der Sopka die Inschrift "Ruhm der Arbeit" angebracht.
Heute kann man an der Titowskaja Sopka die Inschrift "Sieg!" sehen, die von den zentralen Straßen Tschitas aus sichtbar ist. Sie wurde von dem Tschitiner Igor Gorlanov mit Kindern aus Werbebannern gelegt und mit Steinen befestigt. Zum ersten Mal erschien die Inschrift 2015, wurde aber teilweise vom Wind und Vandalismus zerstört. 2017 erschien über dem Wort "Sieg!" eine Friedenstaube.
Im September 2009 wurde an der Spitze der Sopka ein Pilgerkreuz aufgestellt und geweiht. Tschita ist von vier Seiten von geistlichen Schilden umgeben, und im Norden ist es das Pilgerkreuz und die Kapelle an der Titowskaja Sopka.
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