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Timmermann Larisa Wasiljewna

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Die Geschichte hat uns keine Bilder von Larisa Wasiljewna Timmermann hinterlassen, aber ihre guten Taten sind ein ewiges Denkmal in der Stadt Asow und in den Herzen ihrer Bewohner.

Larisa Wasiljewna Timmermann, geborene Seimejkina, wurde im Dorf Pokrowskoje geboren und heiratete den wohlhabenden Gutsbesitzer Nikolai Timmermann. Nachdem sie ein beträchtliches Vermögen geerbt hatte, widmete sie viel Zeit der Wohltätigkeit. 1901 zog sie zusammen mit ihrem Mann nach Asow, wo er 1903 starb.

Nach seinem Tod widmete Larisa Wasiljewna nicht nur ihr elterliches Erbe, sondern auch die Mittel ihres verstorbenen Ehemannes wohltätigen Zwecken. Ihre Spenden machten ein Drittel des Stadtbudgets aus, und mit diesem Geld wurden ein Mädchen-Gymnasium und ein Krankenhaus gebaut, von dem bis heute nur ein kleines Gebäude erhalten geblieben ist.

Bereits 1901 vermachte sie der Stadt ihr Haus in der Lesnaja-Straße und das Anwesen im Dorf Pokrowskoje, mit der Bedingung, diese als Altenheim zu nutzen. 1914 wurde auf Wunsch der Anwohner die Lesnaja-Straße in Timmermann-Straße umbenannt. Diese Bezeichnung blieb bis zur Ankunft der sowjetischen Macht, die das Andenken an die vorrevolutionären Bewohner Asows nicht schätzte.

Larisa Wasiljewna starb im Alter von 66 Jahren am 2. April 1905 in Kiew, wo sie zur Wallfahrt gegangen war. Ihr Körper wurde nach Asow überführt und am 7. April in der Kapelle der Uspenskij-Kirche auf dem Petrowskaja-Platz beigesetzt. In der Sowjetzeit wurden der Tempel und der Kirchhof zerstört, und das Grabmal von Larisa Wasiljewna entfernt.

Das Denkmal wurde 1991 zufällig während Erdarbeiten gefunden. Lange Zeit lag es, mit Erde bedeckt, im Park der Filiale des Asowschen Museums-Reservats „Pulverlager“. Erst im Mai 2016 wurde der Stein an den vermuteten Bestattungsort von Larisa Wasiljewna zurückgebracht, wo eine moderne Gedenktafel installiert wurde.

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