Vor kurzem lag am Ufer des ruhigen Flusses Vigi im Gebiet Kostroma das Dorf Pogorelovo. Dieses Dorf, das seit dem 17. Jahrhundert bekannt ist, war ziemlich wohlhabend. Die einheimischen Bauern reisten oft in andere Städte, um Geld zu verdienen, und kamen mit großen Summen zurück. Der erfolgreichste unter ihnen war Ivan Polyashov.
Ende des 19. Jahrhunderts erhielt er den Auftrag zur Restaurierung des Winterpalastes. Im Jahr 1903 kehrte Polyashov nach Pogorelovo zurück und baute im Dorf ein außergewöhnliches Terem. Dieses Haus beeindruckt durch seine Architektur: filigrane Schnitzereien, beeindruckende Fensterrahmen, reich verzierte Fassaden und originelle Vorsprünge. Auf dem Dach erheben sich prächtige Aufbauten. Aus dem obersten Fenster eröffnet sich ein Blick, der einen wie einen Fürsten fühlen lässt. Innen war das Terem nicht weniger exquisit dekoriert. Doch das Wichtigste ist, dass es für das Wohnen der gesamten Familie gedacht war, unter Berücksichtigung des bäuerlichen Lebens. Ivan Polyashov lebte bis 1918 in diesem Haus. Während des Bürgerkriegs wurde das Gebäude nationalisiert, und dort wurden der Gemeinderat und mehrere Bauernfamilien untergebracht, während dem Eigentümer nur ein Zimmer im Erdgeschoss blieb.
Im Jahr 1935 starb Ivan Polyashov, und seine Kinder zogen nach Sibirien, da sie nicht im Dorf bleiben wollten. 1972 stellte der Gemeinderat seine Existenz ein, und das Dorf verschwand faktisch. Die Gebäude zerfielen allmählich, und das gleiche Schicksal hätte das Terem von Polyashov ereilen können, wenn es nicht von dem Künstler Anatoly Zhigalov gekauft und restauriert worden wäre. Dank seiner Bemühungen ist dieses architektonische Juwel der Region Kostroma bis heute erhalten geblieben.
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