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Pawel Iwanowitsch Sjusjew

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Pawel Iwanowitsch Sjusjew wurde am 20. August 1837 in Dobrjanka als Sohn eines Leibeigenen des Guts der Stroganows geboren. Sein Vater, Iwan Trefilowitsch Sjusjew, war Leibeigener der Stroganows und Absolvent einer Schule im Dorf Iljinskoje. Im Jahr 1833 begann der 18-jährige Iwan Trefilowitsch auf Anordnung des Verwalters, zehn Burschen in Arithmetik und Schönschrift zu unterrichten. Die Prüfung von 1834 zeigte den Erfolg des Unterrichts, und Iwan Trefilowitsch wurde der erste Lehrer in Dobrjanka.

Pawel Iwanowitsch, ebenfalls Leibeigener, schloss die Sofijskaja Schule in Dobrjanka ab und studierte dann, dank der Unterstützung der Stroganows, an der Permer Bezirksschule und der Moskauer Landbesitzerschule. Er erhielt die Titel „wissenschaftlicher Verwaltungsassistent“ und „wissenschaftlicher Verwalter“.

Ab 1858 begann seine Karriere im Dobrjanka Eisenwerk, wo er als „Praktikant in der Eisenverarbeitung und Kohlenproduktion“ arbeitete. In zehn Jahren stieg er zum Werkverwalter im Kynowski Werk der Stroganows auf und wurde dann Verwalter des Kynowski Kreises. Unter seiner Leitung verbesserte und steigerte das Werk erheblich die Produktion, was von Zeitgenossen anerkannt wurde.

Im Mai 1877 wurde P.I. Sjusjew zur Modernisierung des Dobrjanka Werkes versetzt. Er führte aktiv neue Methoden der Metallproduktion ein und verbesserte die Organisation der Werkstätigkeiten. In den 1880er Jahren begann das Werk, das Martin-Verfahren zur Metallverhüttung anzuwenden, und die Qualität der Produkte wurde so hoch, dass der Dobrjanka-Stahl als „Stroganowskij“ bezeichnet wurde.

Pawel Iwanowitsch entwickelte auch die Infrastruktur des Werkes: Es wurde eine Schmalspurbahn gebaut und eine Telefonverbindung eingerichtet. Er war nicht nur ein bekannter Werksleiter, sondern engagierte sich auch in wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten. Sjusjew war Mitglied der Uraler Gesellschaft der Naturwissenschaftler und der Permer Provinzarchivkommission. Er studierte Geologie, Geschichte, Ethnographie, Botanik, Astronomie und Wirtschaft.

Seine kulturell-aufklärerische Tätigkeit hatte eine enorme Bedeutung für Dobrjanka. Auf seine Initiative hin wurde ein Werkmuseum gegründet, ein Theaterkreis florierte, und ein Garten wurde an der Stelle des ehemaligen Steinbruchs angelegt. Für seine Fürsorge um die Dobrjanka Schule erhielt er Dank vom Permer Bezirksschulrat.

Sjusjews gesellschaftliche Aktivitäten gingen über den Dobrjanka Kreis hinaus. Im Jahr 1882 wurde er Mitglied der Permer Provinzversammlung, und 1888 Mitglied des Provinzkomitees zur Förderung der Landwirtschaft und der Handwerksindustrie. Er schrieb über die Notwendigkeit der Entwicklung der Handwerksindustrie zur Verringerung der Arbeitslosigkeit.

Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit war die Organisation des Brandschutzes. Im Jahr 1891 bereitete er einen Bericht über Maßnahmen zur Bekämpfung von Bränden vor und schlug die Gründung von Brandschutzkomitees vor. Sein Buch „Brandsichere ländliche Gebäude aus minderwertigen Materialien“ wurde vom Ministerium für Volksaufklärung zur Verwendung in Bildungseinrichtungen genehmigt.

Leider blieben viele seiner Initiativen aufgrund seines plötzlichen Todes am 14. Februar 1893 in Perm unvollendet. Doch sein Erbe lebt weiter: Eines seiner letzten Werke, eine metallene Kapelle zu Ehren des heiligen Fürsten Alexander Newski, wurde restauriert und in das Wappen der Stadt aufgenommen. 1993 wurde Pawel Iwanowitsch posthum zum Ehrenbürger von Dobrjanka ernannt.

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