Peter Arkadjewitsch Stolypin, bekannter Staatsmann des Russischen Kaiserreichs, wurde am 2. April 1862 in Dresden geboren und starb am 5. September 1911 in Kiew. Er bekleidete 1908 das Amt des Staatssekretärs Seiner Kaiserlichen Majestät, war 1904 wirklicher Staatsrat und 1906 Hofmeister. Stolypin war Gouverneur der Gubernien Grodno und Saratow, Minister des Innern und Vorsitzender des Ministerrats sowie Mitglied des Staatsrates. Seine Äußerungen wie „Ihr werdet uns nicht einschüchtern!“, „Zuerst Beruhigung, dann Reformen“ und „Sie brauchen große Erschütterungen, wir brauchen ein großes Russland“ wurden geflügelt.
Ein interessanter Fakt aus seiner Familiengeschichte: Eine der Schwestern seines Großvaters war mit Michail Wassiljewitsch Arsenjew verheiratet, und deren Tochter Maria war die Mutter des Dichters M. J. Lermontow, was Stolypin zum Großcousin Lermontows machte. 1884, als Student, heiratete der 22-jährige Peter, was zu dieser Zeit ungewöhnlich war. Die Heirat fand nach einer Tragödie statt: Sein älterer Bruder Michail fiel in einem Duell gegen Fürst Schachowski. Es gibt eine Legende, dass Stolypin später selbst mit dem Mörder seines Bruders schoss und dabei in die rechte Hand verwundet wurde, die danach schlecht funktionierte. Michail war mit Olga Borisowna Neidgardt verlobt, und auf seinem Sterbebett legte er Peters Hand auf die Hand seiner Verlobten. Stolypin bat bald um ihre Hand bei ihrem Vater, der trotz Peters Jugend zustimmte. Ihre Ehe war glücklich, sie bekamen fünf Töchter und einen Sohn.
Auf Stolypins Leben wurden 11 Attentate verübt. Das letzte, organisiert von Dmitri Bogrow in Kiew, war tödlich. Stolypin wurde verwundet und starb einige Tage später. Er wurde in der Kiewer Höhlenkloster beigesetzt.
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