Unser Land ist so weitläufig, dass die Namen vieler alter Städte den meisten Russen unbekannt bleiben. Eine solche wenig bekannte, aber bemerkenswerte Stadt ist Zubzov in der Region Twer. Die ersten Erwähnungen stammen aus dem Jahr 1216, als der novgorodische Fürst Mstislaw der Tapfere die Ländereien eroberte, die Jaroslaw Wsewolodowitsch gehörten. Heute ist unbekannt, wer die Stadt gründete, aber die meisten Forscher glauben, dass es Wsewolod das Große Nest war. Im Laufe der Jahrhunderte spielte Zubzov eine Schlüsselrolle als wichtiger Verteidigungspunkt. Er überstand erfolgreich Bürgerkriege und äußere Invasionen und blieb bis zum 15. Jahrhundert eine der größten Städte des Twerer Fürstentums.
In der Zeit des Russischen Kaiserreichs war Zubzov eine gewöhnliche Kreisstadt und diente als Umschlagplatz auf dem Weg nach Sankt Petersburg. Dank der günstigen Wasserverbindung wurde es schnell zur Handelsmetropole der Twerer Provinz und zu einer blühenden Stadt. Die Stadt war mit prächtigen Steingebäuden geschmückt, und im Jahr 1801 wurde hier die Kathedrale der Himmelfahrt der Heiligen Gottesmutter erbaut, die bis heute erhalten geblieben ist. Neben der Architektur ist Zubzov für seine natürlichen Schönheiten und die Ausblicke auf die Wolga- und Wazu-Seiten der alten Brücke bekannt, die der Fotograf Sergei Michailowitsch Proskurin-Gorski in einem der ersten Farbfotos der Welt festhielt.
Leider litt die Stadt in der Sowjetzeit stark: Viele Kaufleute wurden verfolgt, und die vorrevolutionären Herrenhäuser und Tempel wurden zerstört. Auch die berühmte Leinenfabrik, die 1900 erbaut wurde, wurde aufgegeben. Doch heute zieht Zubzov wieder Zehntausende von Touristen an, die kommen, um seine Natur und Geschichte zu bewundern. Die Gäste werden von einem Jubiläumsstelen empfangen, die 2004 anlässlich des 785-jährigen Bestehens der Stadt eingeweiht wurde.
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