Das Schicksal dieses Hauses war nicht einfach: Es wurde mehrfach von Bränden heimgesucht, mehrmals umgebaut und rekonstruiert. Ursprünglich befand sich hier ein Bankbüro, dann ein Wechselbüro, eine Handelsbank und später das städtische Zollamt.
Im Jahr 1964 wurde das Gebäude dem Museum für bildende Kunst übergeben, das seit 1994 als Staatliches Museum für „Künstlerische Kultur des Russischen Nordens“ fungiert. Einige Jahre lang wurde hier eine Ausstellung der altrussischen Kunst präsentiert, später wurden die Bestände des Museums aufbewahrt.
Seit Anfang der 80er Jahre befand sich das Herrenhaus lange Zeit in der Restaurierung. Ende der 1990er Jahre entstand die Idee, die Atmosphäre eines Wohnhauses wiederherzustellen, indem Gegenstände aus dem 18. und frühen 20. Jahrhundert verwendet wurden, die sich im Museum befanden. Am 9. September 1998, nach Abschluss der Restaurierung, eröffnete das Museum die ständige Ausstellung „Porträt im alten Interieur“, die es ermöglicht, den Wechsel der Kunststile im Interieur des späten 18. und frühen 20. Jahrhunderts nachzuvollziehen.
Fünf Säle des Herrenhauses, darunter der Porträtsaal, das Herrenzimmer, das blaue Wohnzimmer, das Boudoir und das Esszimmer, versetzen in längst vergangene Zeiten. Möbel, Gemälde, Spiegel und Porzellan erfüllen das Haus mit dem Geist vergangener Epochen und bringen das einst gemächliche Stadtleben zurück. Im Museum wurden „Herrenzimmer. Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts“, „Wohnzimmer. 1830er Jahre“, „Damenboudoir. Mitte des 19. Jahrhunderts“ nachgebildet.
Das Herrenhaus an der Uferpromenade führt ein reges Leben. Hier finden regelmäßig thematische Führungen statt, die bei den Einheimischen sowie bei russischen und ausländischen Touristen ungebrochenes Interesse wecken, und es werden Ausstellungen organisiert. In den Sälen erklingt oft Kammermusik, es werden Kinderbälle, gesellschaftliche Empfänge, Präsentationen und Feiern veranstaltet.
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