Ein weiteres architektonisches Denkmal der vorrevolutionären Vergangenheit von Romanow-Borisoglebsk, das heute als Stadt Tutajew bekannt ist, ist die alte Kazan-Pfarrkirche. Sie wurde im 18. Jahrhundert erbaut und hat sich bis heute auf wundersame Weise erhalten. Die Kirche befindet sich am linken Ufer der Wolga und gehörte vor der Vereinigung der Städte zu Romanow, im Zentrum des Romanow-Kreises. Es ist der älteste Tempel am linken Ufer der Stadt. Ihr Bau wurde durch die Entscheidung der Einheimischen ermöglicht, eine steinerne Kirche zu errichten. 1758 fand die feierliche Weihe des Bauplatzes statt. Der Grundstein, der auf der Spitze des Wolga-Hanges gesetzt wurde, befand sich am nächsten Tag direkt am Wasser. Dieses Ereignis wurde als göttliches Zeichen angesehen, und der Bauplatz wurde an den Hang verlegt. Es gibt auch eine andere Legende, nach der die Steine für den Tempel über das Wasser transportiert wurden, sodass die erforderliche Menge am Ufer landete. Heute ist es schwer zu sagen, welche der Versionen der Wahrheit näher kommt; vielleicht sind beide städtische Legenden.
Bis Ende der 1750er Jahre war die Kazan-Pfarrkirche vollständig erbaut und geweiht und wurde zum Anziehungspunkt für die Bewohner von Romanow. 1822 vereinigte sich die Stadt mit Borisoglebsk, und der Tempel wurde Teil der neuen Stadt Romanow-Borisoglebsk. Die Kirche hebt sich bis heute in ihrem historischen Viertel durch ihr originales Aussehen und ihre reiche architektonische Ausstattung hervor. Sie befindet sich am Haupteingang von der Wolga aus, und ihre fünf Kuppeln sind von weitem sichtbar, was die Aufmerksamkeit von Hunderten von Menschen auf den vorbeifahrenden Schiffen auf sich zieht. Im unteren Teil der Kirche befindet sich der Wintertempel der Kazan-Ikone der Gottesmutter, während im Sommer die obere Verklärungskirche geöffnet ist. Beide Gemeinden wurden nach der sowjetischen Ära restauriert und sind jetzt aktiv, wobei sie ein Beispiel für die alt-russische Architektur darstellen.
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