Die Auferstehungskathedrale spielt eine Schlüsselrolle im Ensemble des Klosters. Dieses beeindruckende Bauwerk dominiert die Gesamtansicht und beeindruckt besonders, wenn man es von der anderen Seite des Flusses betrachtet. Die erste hölzerne Auferstehungskirche wurde hier kurz nach 1690 errichtet. 1757 und 1764 wurde sie durch ein steinernes Gebäude ersetzt, das bald aufgrund des schwachen Untergrunds zu sinken und zu zerfallen begann. Daher wurde 1796 und 1801 eine neue Kathedrale erbaut, die 1825 nach dem Anbau einer umfangreichen Speisehalle mit Kapellen und einem Portikus an der Westseite ihr heutiges Aussehen erhielt. Die Auferstehungskathedrale, ein Denkmal des reifen Klassizismus, wurde auf hohem professionellem Niveau ausgeführt, wahrscheinlich nach dem Entwurf eines städtischen Architekten. Kürzlich stellte I. B. Medwedew fest, dass dieser Architekt W. M. Kasakow, der Sohn des bekannten M. F. Kasakow, war.
Das Gebäude zeichnet sich durch Pracht und strenge Feierlichkeit aus. Besonders beeindruckt der Hauptkörper der Kirche mit zentraler Bauweise und charakteristischer Formensprache, die für den Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert typisch ist. Sein großer zweigeschossiger Quader steht auf einem niedrigen Sockel und hat im Osten einen großen halbrunden Vorsprung der Apsis. Die Massivität und Monolithizität der Kathedrale wird durch die schlichte Dekoration unterstrichen. Schöne vier Säulen umfassende Portiken der korinthischen Ordnung mit steilen Giebeln schmücken die nördlichen und südlichen Fassaden. Der Abschluss des Gebäudes ist besonders ausdrucksvoll: Ein großer zylindrischer Tambour mit einer Kuppel, gekrönt von einem kleinen Tambour und einer Vase, erhebt sich über dem Zentrum der Kirche, umgeben von vier ähnlichen Tambouren mit Vasen an den Ecken. Alle Tamboure sind mit Rustika verziert, die im Kontrast zu den glatten Wänden der Kirche stehen, die durch dreieckige Sandriken über den großen unteren Fenstern belebt werden.
Zu der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehören auch die Eingangstore des Klosters, die gegenüber der Brücke über den Fluss, neben den Abteizellen, liegen. Ihr einbogiger Bogen mit leicht gestuftem Attika ist mit paarweisen Pilastern geschmückt. Rechts von den Toren steht auf einem niedrigen Hügel über dem Fluss ein einstöckiges Gebäude mit Mezzanin. Dies war einst eine Herberge für Pilger mit Zellen für das arbeitende Volk, in deren Mezzanin zeitweise eine kirchliche Schule untergebracht war. Das in der dritten Viertel des 19. Jahrhunderts erbaute Hotel hat die spätklassizistischen Formen bewahrt, mit einem Portikus mit acht Pilastern und einem dreieckigen Giebel, der den zentralen Teil schmückt, sowie schlichten Fensterrahmungen. Trotz der Trockenheit und Strenge der Formen, insbesondere in den Details, ergänzt das Gebäude gelungen das Gesamtensemble des Klosters.
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