Im Frühling 1895 wandte sich die Nonne Leonida an Bischof Savva mit der Bitte um Erlaubnis zum Bau einer neuen Kirche. Der Bischof gab seinen Segen. Kurz darauf erhielt die Nonne den Segen für den Bau von Johannes von Kronstadt, der ihr 20 Rubel übergab und sagte, dass dies das erste Opfer für die Kirche sei. Er riet, die neue Kirche zu bauen, ohne die alte zu berühren, um die Geistlichen nicht ihres Platzes zu berauben. So begann das Projekt des Kirchenbaus mit dem Segen des Heiligen und großen Lichtes des russischen Landes.
Am 12. Mai 1896 fand die Grundsteinlegung der Kirche im Namen der Lebendigen Heiligen Dreifaltigkeit mit Kapellen im Namen der Schestakowskaja Gottesmutter und des Heiligen Großfürsten Georgij Wsewolodowitsch statt. Die enormen Kosten lagen auf den Schultern der Äbtissin Nonne Leonida. Für den Bau wurden Pflastersteine und große Steine für das Fundament benötigt, die aus hundert Werst beschafft werden mussten, während der Kalk aus der Ferne gebracht werden musste. Mit Ziegeln hatte man mehr Glück, da ein Ziegelwerk in fünf Werst von der Abtei auf ihrem Land gebaut wurde. Dank der Barmherzigkeit der Gottesmutter wurde die Kirche nach 12 Jahren fertiggestellt. Dies hätte früher geschehen können, wenn nicht das Feuer in der Nacht zum 8. Juli 1900 gewesen wäre, als fast alle Gebäude der Gemeinschaft zerstört wurden, außer dem Schulgebäude. Die wiederaufgebaute Kirche wurde verputzt, hatte zwei Heizöfen und zwei Öfen im mittleren Altar. Der Ikonostase für alle drei Altäre wurde in St. Petersburg gefertigt, die Ikonen des Hauptaltars ebenfalls, während der Kapellenikonen von den Schwestern der Abtei, hauptsächlich den Sängerinnen, gemalt wurden.
Am 17. Dezember 1906 feierte die Schestakowskaja Abtei die Weihe der Kathedrale, die von Erzbischof Alexij von Twer und Kashin vollzogen wurde. Am 26. November 1908 feierte die Abtei die Weihe der zweiten Kapelle zu Ehren der Schestakowskaja Gottesmutter, ebenfalls vollzogen von Bischof Alexij. So waren die Wege der göttlichen Vorsehung im Schicksal der Schestakowskaja Abtei erstaunlich, die sich in 20 Jahren von einer Gemeinschaft in ein Kloster verwandelte.
In den 1930er Jahren wurde das Kloster zerstört. Von der Kathedrale blieb nur die riesige Kuppel auf vier Säulen übrig.
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