Die orthodoxe Kirche des Heiligen Nikolaus von Myra ist ein Kulturdenkmal, das im Norden von Stuttgart liegt.
Die erste Kirche in dieser Stadt entstand durch die Ankunft der Prinzessin Jekaterina Pawlowna zur Hochzeit mit Wilhelm I. Ursprünglich war es eine gewöhnliche Pfarrkirche, die sich im Fürstenbau befand, der heute nicht mehr existiert. Im Jahr 1819, nach dem Tod der Königin, wurde die Kirche in den Tempel auf dem Rotenberg verlegt, der über ihrem Grab errichtet wurde.
1842 wurde auf Initiative des Fürsten A.M. Gortschakow eine Feldkirche bei der russischen Mission gegründet. 1846 besuchte die Großfürstin Olga Nikolajewna diese Kirche. 1854 wurde der Tempel bei der Mission geschlossen. Ab 1864 befand sich die Kirche im Großen Palast. Nach dem Tod von Olga Nikolajewna wurde der Tempel in die Villa „Berg“ verlegt, die damals der Fürstin Vera Konstantinowna gehörte.
1894 genehmigte Alexander III. das Projekt zum Bau einer neuen separaten Kirche im Namen des Heiligen Nikolaus. Für den Bau wurde ein kleiner Platz ausgewählt, und der Grundstein wurde im Mai 1895 gelegt. Das Projekt wurde vom deutschen Architekten Ludwig Eisenlohr entworfen.
Die Weihe des Tempels fand bereits im Dezember 1895 statt. Hierher wurden der Ikonostase und andere Kirchengegenstände gebracht, die zuvor in der Villa „Berg“ waren.
Während des Ersten Weltkriegs wurde der Tempel geschlossen. In den Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde er stark beschädigt: Die Ausstattung und Dekoration brannten ab, die Kuppel und der Glockenturm stürzten ein. In den 1950er Jahren wurde der Tempel vollständig restauriert und erhielt sein modernes Aussehen. In den 1970er Jahren führte Nikolai Schelichow eine gründliche Arbeit zur Wiederherstellung des Ikonostase durch.
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