Der warme Kathedraltempel, der der Kazan-Ikone der Gottesmutter gewidmet ist, wurde 1748 von dem Baumeister Joasaf geweiht. Er hatte zwei Seitenkapellen: rechts befand sich die Kapelle zu Ehren des Heiligen Nikolaus von Myra, die 1746 geweiht wurde, und links die Kapelle zu Ehren der Kikkos-Ikone der Gottesmutter, die 1828 geweiht wurde. Im Jahr 1803 wurde der steinerne Glockenturm mit Schlaguhren umgebaut, der durch seine Höhe die weite Panoramaansicht des Klosters und der Umgebung dominierte. Der Klang seiner zehn Glocken, darunter die große, die polyelaiische, die alltägliche, die „joasafische“ und sechs unterschiedlich schwere, war viele Kilometer weit zu hören.
Beim Betreten des Bogens der zentralen Kapelle befand sich auf der linken Seite das Epitaph mit gestickten Bildern des Heilands im Grab, der Gottesmutter, des Evangelisten Johannes, des gerechten Joseph von Arimathäa, des Heiligen Nikolaus, der Frauen der Myrrhe und zweier Engel. Dieses Epitaph, das auf rotem Samt mit Gold und Silber gefertigt wurde, entstand 1825 in der Alexejewski-Frauenkommunität in Arzamas. Daneben befand sich das Bild des Heilands in einer mit Gold und Silber bestickten weißen Robe, in einem silbernen, getriebenen Rahmen.
Die Ikonostasen aller Kapellen waren in einer Linie angeordnet. Der Hauptikonostase hatte fünf Ebenen, die mit vergoldetem Schnitzwerk geschmückt waren. In der ersten Reihe rechts von den Königlichen Toren befanden sich: das Bild des Heilands mit der segnenden Rechten in einer silbervergoldeten Robe, daneben das Ikone der Verkündigung der Heiligen Gottesmutter und das Ikone des Schutzes der Gottesmutter.
Links von den Königlichen Toren in der ersten Reihe befand sich die wundertätige Kazan-Ikone der Gottesmutter in einer reichen silbernen, durch Feuer vergoldeten Robe. Auf der Stirn der Gottesmutter war ein Schmuck mit Diamanten in drei Reihen, in dessen Mitte ein großer Smaragd war, auf der Krone eine Krone und auf der Schulter ein Stern aus Bergkristall mit Türkis. Um das Antlitz der Gottesmutter waren die Ränder der Robe mit großen Perlen geschmückt, und auf dem Kopf ein Tuch, das mit kleinen Perlen bestickt war; um die Ikone herum waren auf einem silbernen Streifen Bilder von Wundern, die von ihr ausgegangen sind. Bemerkenswert ist, dass bei dem Brand in der Kathedralenrüstkammer am 16. November 1879 alles verbrannte, sogar die Decken rissen, aber die Kopie der wundertätigen Kazan-Ikone der Gottesmutter blieb unversehrt.
In der Kapelle der Kikkos-Ikone der Gottesmutter befanden sich die lokal verehrte Kikkos-Ikone, die der Überlieferung nach von dem alten Vasily (Kishkin) gebracht wurde, sowie das verehrte Ikone des Heilands, der auf dem Thron sitzt, mit der Gottesmutter, Johannes dem Täufer und den Aposteln in einer silbervergoldeten Robe.
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