Der Bau der gemischten Abteilung der Morozov-Kinderklinik befindet sich in der linken Reihe der Pavillongebäude, zu denen auch die Gebäude der Scharlach-, Diphtherie- und 2. hochinfektiösen Abteilungen sowie die Krankenhauskapelle (nicht erhalten) gehörten. Dieses zweigeschossige Gebäude wurde in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts nach einem Entwurf des Architekten I.A. Ivanov-Shitz im Jugendstil errichtet.
Die gemischte Abteilung, die für Patienten mit verschiedenen Diagnosen vorgesehen war, wurde Anfang 1904 eröffnet. Sie umfasste drei eigenständige Abteilungen: für Patienten mit Scharlach und Diphtherie (15 Betten im zweiten Stock); für Patienten mit Scharlach und Masern; für Patienten mit Diphtherie und Masern (jeweils 15 Betten im ersten Stock). In jeder Abteilung gab es drei Zimmer, eine Teeküche, eine Toilette, ein Bad und Wäschekammern. Im Gebäude befand sich auch ein gemeinsames Labor für alle drei Abteilungen.
Wie in anderen Gebäuden der Morozov-Kinderklinik hatten die Patienten der gemischten Abteilung Zugang zu allen Annehmlichkeiten der damaligen Zeit: zentrale Dampfwärmeheizung, Belüftung und Elektrizität. Hohe Decken (über 4 Meter) schufen ein Gefühl von Weite, und große Fenster sorgten für gute Beleuchtung. Die Böden in den Zimmern waren aus Eichenparkett.
Das zweigeschossige Gebäude der gemischten Abteilung mit seiner symmetrischen Fassade erinnert an einen kleinen Palast und ist eines der ausdrucksvollsten Gebäude des Krankenhauskomplexes. Es war nicht verputzt, und die weißen dekorativen Elemente hoben sich eindrucksvoll von den roten Ziegelwänden ab. Die Fassadendekoration ist gut erhalten.
Der zentrale Teil der Fassade mit dem Haupteingang wird durch einen kleinen Vorbau-Risalit hervorgehoben, über dem ein Attik aufragt. Das Gebäude wird von einer symmetrischen Komposition aus Schornsteinen gekrönt: zwei in der Mitte der Fassade und zwei an den Flanken des zweiten Stocks. Die Hauptfassade zeichnet sich durch den strengen Rhythmus der paarweise angeordneten vertikalen Fenster aus. Die seitlichen Teile des Gebäudes (jeweils zwei Achsen) waren einstöckig, während die gegenüberliegende Fassade breite Einzel-Fenster hatte.
In der Sowjetzeit wurden die seitlichen einstöckigen Teile des Gebäudes um ein zweites Stockwerk aufgestockt. Dies veränderte etwas die Silhouette des Gebäudes, störte jedoch insgesamt nicht seinen Stil und die Wahrnehmung als architektonisches Denkmal.
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