← Zum Feed · Karte

Levenson Druckerei, eine der besten Druckereien des Russischen Kaiserreichs

Фото 1
Das Gebäude in der Drei-Teiche-Gasse 9 erinnert mit seiner majestätischen und pompösen Erscheinung an den Palast eines reichen Kaufmanns oder Adligen. Doch im vorrevolutionären Moskau war es als Levenson Druckerei bekannt, eine der erfolgreichsten Druckereien des Russischen Kaiserreichs, gegründet von Alexander Alexandrowitsch Levenson.

Levenson begann sein Geschäft mit dem Druck von Visitenkarten, Plakaten und Broschüren. Das Auftragsvolumen wuchs ständig, und 1887 gründete er mit der Unterstützung von Investoren die "Gesellschaft Levenson Druckerei". Die Firma erlangte große Bekanntheit nach der Veröffentlichung von Materialien zur Krönung von Nikolaus II. und wurde zum Lieferanten des Hofes Seiner Kaiserlichen Majestät für die hohe Qualität ihrer Ausgaben ernannt.

Nach einigen Jahren wuchs die Anzahl der Mitarbeiter der Druckerei erheblich, und das alte Gebäude wurde zu eng. Levenson beschloss, eine neue Druckerei zu bauen, die die fortschrittlichen Ingenieurlösungen der damaligen Zeit nutzen sollte. Das Projekt wurde dem bekannten Architekten Schchotel anvertraut, der nicht nur eine Druckerei schuf, sondern sie im Stil einer mittelalterlichen Burg mit Bögen, Steinmustern und gotischen Türmchen gestaltete. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Levenson Druckerei zu einer der Sehenswürdigkeiten Moskaus.

Darüber hinaus wurden in der Drei-Teiche-Gasse neue Werkstätten eröffnet: Fotolithografie, Schriftgießerei, Lithografische und Buchbinderei. Hier wurden die ersten Erzählungen von Tschechow und Zwetajewa sowie verschiedene Zeitungen, Bücher, Tickets und Alben bekannter Künstler wie Serow und Korowin gedruckt. Die Auftraggeber schätzten die Druckerei Levenson für die Qualität und Schnelligkeit der Ausführung.

Nach 1917 begannen für die private Druckerei schwierige Zeiten. Es gibt eine interessante Legende, dass in diesen unruhigen Jahren angeblich rote Kommissare zu Levenson kamen und ihm anboten, neue sowjetische Geldscheine zu drucken. Der Kaufmann erkundigte sich nach dem Preis, aber die Gäste lächelten und sagten, dass er so viel von dem gedruckten Geld nehmen könne, wie er wolle. Levenson lehnte ab und hielt das Angebot für seltsam. Ob es sich tatsächlich um Kommissare oder nur um Betrüger handelte, bleibt ein Rätsel. Später wurde das Gebäude von Mospolygraph genutzt.

Geo-Punkt

Скоропечатня Левенсона, одна из лучших типографий Российской империи

Kommentare