Das dreigeschossige Steingebäude mit Keller, im "Backstein-Stil" ausgeführt, ist ein herausragendes Beispiel für die Industriearchitektur des späten 19. Jahrhunderts. Es befindet sich in der Sadownitscheskaja-Straße und wurde 1888-1889 von dem Architekten N.A. Woskressenski auf Auftrag des bekannten Unternehmers Peter Arsenjewitsch Smirnow erbaut. Das Gebäude diente als Hauptproduktionsgebäude des "Wodka-Werkvereins, Weinkellereien, Spirituosen und russischen sowie ausländischen Weinen P.A. Smirnow".
Der Architekt gestaltete die Fassaden, indem er hohe rustizierte Pilaster und Fensteröffnungen kombinierte, während das Gesims mit komplexen Backsteindekoren verziert wurde. Der Hauptkörper des Gebäudes mit Produktionshallen wurde um das Gerüst der Außenwände und zwei Reihen von Säulen organisiert. Im Sockelgeschoss befand sich ein System von Decken mit Segelgewölben, während die anderen Decken als gewölbte rippenförmige Backsteingewölbe und flache Decken ausgeführt wurden. Treppen und Nebenräume lagen in den östlichen und südlichen Anbauten.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude als Produktionsstätte genutzt, dann wurde es für Intendantenlager gemietet. In der Sowjetzeit war hier "Wintorg" untergebracht. Anfang der 1940er Jahre wurde das Gebäude zum Verwaltungs- und Produktionsgebäude der Sektkellerei. Später befanden sich hier Werkstätten, Werbeabteilungen und Verkostungsräume, während das dritte Stockwerk Büros beherbergte.
Das historische Erscheinungsbild der Fassaden hat sich verändert: Backsteinsäulen und Schornsteine wurden abgerissen, Dachfenster gingen verloren und die Fenster des Sockelgeschosses wurden zugemauert. An den Fassaden entstanden neue Tür- und Fensteröffnungen, das Gesims wurde teilweise verloren.
Im Inneren des Gebäudes blieb die ursprüngliche Raumaufteilung erhalten, obwohl sie durch spätere Trennwände verändert wurde. In den Innenräumen sind Elemente der Ausstattung aus den 1930er und 1940er Jahren erhalten geblieben. Die Restaurierung umfasste die Wiederherstellung des architektonischen Erscheinungsbildes des Gebäudes, den Abbruch späterer Anbauten, die Wiederherstellung von Fenstern und Türen sowie die Reinigung des Mauerwerks. Das Dach wurde ersetzt, die Regenwassersysteme und das Dachgeländer wurden wiederhergestellt. Die Eingänge wurden mit schmiedeeisernen Vordächern geschmückt, und Türen sowie Fenster wurden nach Archivdaten unter Berücksichtigung moderner Technologien wiederhergestellt.
In den Innenräumen wurde die Struktur des Gebäudes von 1888-1889 erhalten, die Gewölbe im Keller wurden restauriert, spätere Trennwände und abgehängte Decken entfernt. Die Wände wurden von späteren Materialien gereinigt. Im Jahr 2015 wurde das Gebäude Preisträger des Wettbewerbs "Moskauer Restaurierung" für die wissenschaftliche und methodische Anleitung bei der Durchführung der Arbeiten.
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