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Synagoge Penza

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Das Gebäude der Synagoge war aus Ziegeln, zweigeschossig, mit einer verglasten Kuppel auf dem Dach und bot Platz für bis zu 650 Personen, einschließlich Balkonen für Frauen. Es wurde mit Mitteln der Gläubigen in den Jahren 1897 und 1900 in der Roshdestvenskaya Straße 52 (heute M. Gorki Straße) auf dem Gelände des Anwesens des ersten Vorsitzenden der Gemeinde I. M. Frant gebaut. Im Jahr 1901 wurde der Vorstand der Synagoge gewählt: Rabbiner E. M. Perelstein, Kaufmann der ersten Gilde und Vorsteher der Synagoge N. L. Rabinowitsch sowie der Schatzmeister, Kaufmann der ersten Gilde M. I. Milman. Während des Ersten Weltkriegs stieg die Zahl der jüdischen Bevölkerung der Stadt auf 9.000 aufgrund des Zustroms von Flüchtlingen aus den Kampfgebieten, was die Gemeindeleitung dazu veranlasste, zusätzlich 25 Gebetshäuser zu eröffnen, in denen fünf Rabbiner dienten. Bereits im 18. Jahrhundert teilten sich die Anhänger des Judentums in zwei sozial-kulturelle und religiöse Gemeinschaften: Aschkenasen und Chassiden. Zu Beginn der 1920er Jahre bildeten sich in der Stadt diese beiden Gemeinden, die ihre Gebetstreffen getrennt abhielten. Die Synagoge wurde von den Aschkenasen genutzt, deren Zahl 1924 185 Personen betrug. Die Chassiden, die nicht mehr als 60 Personen zählten, versammelten sich in einem privaten Haus in der B. Kochetovka Straße 20 und später in der Puschkin Straße 1. Im Jahr 1928 forderte im Rahmen der staatlichen Atheismuspolitik die Gesellschaft zur Landorganisation arbeitender Juden (OZET), geleitet von Atheisten, die Schließung der Synagoge. Mit Beschluss des Stadtvorstands vom 26. September 1931 wurde die Synagoge geschlossen und das Gebäude dem OZET und dem Klub „Schweinik“ übergeben. Später waren hier die Genossenschaft „Dwigatel“, Penzoblgasbau und andere Organisationen untergebracht. Die Gebetstreffen der jüdischen Gemeinde fanden in den Wohnungen der Gläubigen statt. Nach dem Großen Vaterländischen Krieg wurde der Gemeinde ein halbzerstörtes Gebäude eines Wachtpostens neben der Synagoge zur Miete überlassen. Für die Nutzung dieses Raumes von 42 qm wurde bis 1956 eine Gebühr erhoben. Am 9. Juni 1991 beschloss der Stadtvorstand, das Gebäude der Synagoge der jüdischen Gemeinde zu übergeben, aber tatsächlich trat die Gemeinde erst 1993 in die Besitzrechte ein. Die offizielle Eröffnung der Synagoge und des Zentrums für jüdische Kultur und Religion „Atikva“ („Hoffnung“) fand am 18. Dezember 1995 statt.

Geo-Punkt

Синагога Пенза

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