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Schokoladenhaus in Kiew. Was hat Schokolade damit zu tun?

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Das Kiewer Gebäude in der Schelkowitschnaja-Straße wird von den Einheimischen als Schokoladenhaus bezeichnet. Es wurde 1901 mit Mitteln des Holzindustriellen und Kaufmanns Semjon Semjonowitsch Mogilewzew erbaut. Zu seiner Zeit war er ein wohlhabender Mann und ein bekannter Mäzen in Kiew: Er unterstützte Bedürftige, finanzierte das Gesundheitswesen und die Bildung. Zum Beispiel stellte Mogilewzew 500.000 Rubel für den Bau des Pädagogischen Museums zur Verfügung, was zu jener Zeit eine enorme Summe war.

Diese Prachtbauten errichtete der Kaufmann für sich selbst, obwohl es darüber unterschiedliche Meinungen gibt. Die städtische Legende besagt, dass das Gebäude für die Familie gedacht war, die er zu gründen hoffte. Semjon Semjonowitsch war ledig und liebte eine verheiratete Frau sehr. In der Hoffnung, dass sie zu ihm kommen würde, baute er dieses Meisterwerk. Außen ist das Gebäude im Stil florentinischer Paläste gestaltet, während das Innere im Jugendstil gehalten ist, der eine Vielzahl klassischer Stile vereint. Vor dem Eingang befand sich ein Bild von Merkur mit einem massiven Stab, das den erfolgreichen Verlauf des Handels des Kaufmanns symbolisierte. Auch die Innenräume des Gebäudes verdienen Beachtung: Jeder Saal ist in einem individuellen Stil gestaltet. Zum Beispiel ist das Esszimmer im gotischen Stil, das Arbeitszimmer im Barock, das Schlafzimmer im maurischen Stil und der zentrale Saal im Rokoko. Hier veranstaltete Mogilewzew Bälle, Empfänge und diskutierte geschäftliche Angelegenheiten mit Handelsdelegationen.

Viele fragen sich, warum das Gebäude Schokoladenhaus genannt wird. Ursprünglich hatte Semjon Semjonowitsch keinen "süßen" Sinn darin investiert. Die Einheimischen gaben ihm diesen Namen, weil die Fassade in einem zarten Braunton an die Farbe von Schokolade erinnerte. Der reiche Holzindustrielle lebte hier bis zu seinem Tod im Jahr 1917. Wenn man der Legende über die Bestimmung des Hauses für die zukünftige Ehefrau Glauben schenken darf, kam das Glück nie: Semjon Semjonowitsch starb ledig. In der Sowjetzeit befand sich im Schokoladenhaus das Standesamt, dann die Gemäldegalerie, und heute ist es das Kunstmuseum.

Geo-Punkt

Шоколадный домик в Киеве. Причём тут шоколад?

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