Im Sommer 1797 entdeckten Geologen unter der Leitung von Jewgraf Meschnikow in der Nähe des heutigen Miass eine erstaunliche Goldlagerstätte. Bald entstanden an diesem Ort Goldgruben, und die Gerüchte über reiche Minen verbreiteten sich im gesamten Ural. Auf der Suche nach Glück strömten Dutzende von Menschen dorthin, in der Hoffnung, schnell reich zu werden. Einige hatten Glück, andere kehrten mit leeren Händen zurück. Doch die bedeutendste Entdeckung machte der Leibeigene Nikifor Sjutkin.
Am 26. Oktober 1842 machte er sich auf den Weg zur bereits erschöpften und mehrfach durchwühlten Zarewo-Alexandrowski-Goldmine. Das Vorkommen war so erschöpft, dass die Goldwaschanlage bereits abgebaut worden war. Doch das hielt Nikifor nicht auf, und er grub den ganzen Tag weiter, bis seine Schaufel auf etwas Hartes stieß. Sjutkin begann, den Boden freizulegen, und war erstaunt, als er ein riesiges Stück Gold entdeckte. Als gewissenhafter Arbeiter informierte er sofort den Stabs-Kapitän Schumann über den Fund.
Der Barren wurde bald nach Jekaterinburg und dann nach Sankt Petersburg geschickt. Sein Gewicht betrug fast 36 Kilogramm, und er wurde auf 28.146 Goldrubel geschätzt, was zu jener Zeit eine enorme Summe war. In der Hauptstadt wurde dieser Fund lange diskutiert, einige zweifelten sogar an seiner Echtheit, doch Wissenschaftler bestätigten, dass das Metall echt war. Aufgrund seiner ungewöhnlichen Form wurde der Nugget "Großes Dreieck" genannt.
Die Behörden dachten über eine Belohnung für Sjutkin nach. Doch die gesamte Summe wurde ihm nicht sofort ausgezahlt, sondern in Raten. Für den Leibeigenen war das ein großer Schlag. Aufgrund der langsamen und geringen Geldüberweisungen konnte er sich nicht sofort seine Freiheit erkaufen. Sjutkin litt sehr darunter und begann häufig zu trinken, wodurch er sich von einem vielversprechenden Reichen in einen trinkenden Alkoholiker verwandelte. Er verbrachte seine letzten Tage in völliger Armut. Sein Nugget wird jetzt in der Ausstellung des Diamantenfonds in Moskau aufbewahrt.
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