Der Gedenkkomplex zu Ehren der sowjetischen Soldaten, die in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges gefallen sind, befindet sich bei dem Dorf Choroschewo, in der Nähe der Stadt Rschew in der Region Twer. Das Projekt wurde von der Russischen Militärhistorischen Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Regierung der Region Twer und der Republik Weißrussland auf Initiative von KriegsVeteranen realisiert. Die Autoren des Denkmals sind der Bildhauer Andrei Korobzow und der Architekt Konstantin Fomin. Der Komplex steht unter der Verwaltung des Siegesmuseums auf dem Poklonnaja-Hügel in Moskau.
Auf dem zehn Meter hohen Hügel erhebt sich eine 25 Meter hohe Statue, die den gewohnten Pathos später sowjetischer Denkmäler entbehrt. Sie strahlt mehr Tragik und Hoffnungslosigkeit aus. Dies ist ein Denkmal für die unbekannt gefallenen Soldaten, die keine Auszeichnungen erhielten, ihre Familien nicht trafen und keinen einzigen Siegermarsch sahen. Der Soldat blickt mit Wehmut auf die Lebenden, als würde er mit den Worten aus dem Gedicht von Alexander Twardowski „Ich wurde bei Rschew getötet“ sprechen. Es scheint, als würde der Wind die Figur des Soldaten verwehen, aber sie verschwindet nicht, sondern verwandelt sich in eine Schar von Kranichen, die gen Himmel fliegen. Das Denkmal ist nicht nur den Gefallenen in der Schlacht von Rschew gewidmet, sondern allen sowjetischen Kriegern, die im Großen Vaterländischen Krieg kämpften und fielen.
Eine breite Straße führt zum Hügel, an beiden Seiten stehen zerbrochene Wände mit Bildern von Gesichtern und Namen von 62.000 gefallenen Kämpfern und Kommandeuren der Roten Armee, die bei Rschew gefallen sind. Am Fuße des Hügels befindet sich eine Granitwand mit einem bronzenen Stern, umrahmt von einem Kranz, und den Worten von Alexander Twardowski: „Wir fielen für das Vaterland, aber es wurde gerettet“. Neben dem Denkmal befindet sich ein Pavillon mit einer Vitrine aus Glasboden, gefüllt mit Artefakten aus der Kriegszeit. Die multimediale Ausstellung ist mit Touchscreens ausgestattet, die es ermöglichen, Informationen über Verwandte zu finden, die bei Rschew gekämpft haben.
Der Wettbewerb für das Projekt des Rschew-Memorials wurde 2017 ausgeschrieben. In der ersten Runde genehmigte die Jury keine einzige Arbeit, aber nach Überarbeitung wählten sie aus 32 Projekten die Arbeit des Teams von Bildhauer Andrei Korobzow und Architekt Konstantin Fomin aus.
Am 12. November 2018 fand die Eröffnung des Grundsteins an der Stelle des zukünftigen Denkmals im Rschew-Distrikt statt. Die Eröffnung des Rschew-Memorials für den sowjetischen Soldaten fand am 30. Juni 2020 mit der Teilnahme der Präsidenten Russlands Wladimir Putin und der Republik Weißrussland Alexander Lukaschenko statt.
Das Rschew-Memorial ist das größte Denkmal für den sowjetischen Soldaten, das in der modernen Russland geschaffen wurde. Obwohl es niedriger ist als die berühmte „Mutter Heimat“ (85 Meter mit Schwert), steht es ihr in seiner Größe nicht nach. Die Höhe des Denkmals beträgt zusammen mit dem Hügel 35 Meter (10 Meter Hügel und 25 Meter Statue). Zum Vergleich: Die Höhe des Denkmals „Aljoscha“ in Plowdiw beträgt 11,5 Meter, und das „Befreier-Denkmal“ in Berlin 12 Meter.
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