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Russischer Norden

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Die Kultur des russischen Nordens zeichnet sich durch Einzigartigkeit und Eigenständigkeit aus, besonders im Bereich der Architektur. Als die Bewohner der Archangelsker Provinz Häuser bauten und Meister zur Dekoration einluden, kümmerten sich diese nicht nur um Reparaturen, sondern gestalteten auch die Innenräume. So entstand eine originelle nordische künstlerische Tradition. Gewöhnlich wurde die Natur dargestellt, aber es gab auch Zeichnungen von Bären, Wölfen, Füchsen und sogar Löwen, die als Beschützer des Hauses dargestellt wurden. Da die nordischen Künstler nie Löwen gesehen hatten, mussten sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen, und deshalb sahen die Raubtiere ziemlich ungewöhnlich aus. Am häufigsten wurden sie vor einem Hintergrund aus Blumen und Wald gemalt.

Ein echtes Museum kann man das "Aljoschkin Haus" im heute leider verlassenen Dorf Tschurkovskaja im Welski Bezirk der Archangelsker Oblast nennen. Die Hütte des Einheimischen Alexei Petrowski war mit Porträts großer Fürsten und pflanzlichen Kompositionen geschmückt: blaue Spiralen, die wie Blätter oder Federn aussehen, auf weißem Hintergrund, wie Muster, die der Frost an Fenstern zeichnet, sowie mit Genreszenen der Jagd. Alexei Petrowski hatte einen einzigartigen kreativen Stil, und an der Front des Hauses war ein märchenhaftes Einhorn abgebildet.

Doch nicht nur Petrowski war ein bekannter Meister der Malerei. Auch die Schwestern Awdotja und Maria Tschistyakova erlangten Ruhm. Sie gestalteten nicht nur die Innenräume von Häusern, sondern auch Schränke, Regale, Truhen, Türen und sogar Spinnräder. Leider ist vieles von ihrer Arbeit nicht erhalten geblieben. Holz als Material ist nicht langlebig, es verrottet und zerfällt, und im Dorf Tschurkovskaja lebt seit 2000 niemand mehr. Durch die Bemühungen der Bewohner der Region konnte nur das "Aljoschkin Haus" restauriert werden, das als eine Art Denkmal der russischen nordischen Malerei dient.

Geo-Punkt

Русский Север

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